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Salzburg ohne Berliner Philharmoniker

Ab 2013

Salzburg ohne Berliner Philharmoniker

Die Berliner Philharmoniker werden ab 2013 nicht mehr mit den Salzburger Osterfestspielen zusammenarbeiten. Man sei am Freitag über die Entscheidung des Orchesters informiert worden, teilte die Festivalleitung mit. Als Ursache für die Trennung wurde die Forderung der Philharmoniker nach einer deutlichen Ausweitung des Programms genannt, die die Osterfestspiele nach eigenen Angaben nicht erfüllen können.

Ausweitung nicht umsetzbar
Der geschäftsführende Intendant der Osterfestspiele, Peter Alward, sagte, dass die ursprünglichen Forderungen der Berliner Philharmoniker nach vier Opernaufführungen und einer deutlichen Ausweitung des Kammermusik- und Education-Spektrums "nach realistischer Betrachtung der finanziellen Verhältnisse" nicht umzusetzen seien.

Alward möchte nun in zwei Jahren in Salzburg einen Neustart: "Wir gehen davon aus, dass man mit einem künstlerischen und wirtschaftlichen Neubeginn ab 2013 dieses Festival weiterführen kann, da es meiner Meinung nach für Salzburg unverzichtbar ist. Wir werden uns dazu schnellstmöglich mit den Gesellschaftern zusammensetzen."

2012 werden die Osterfestspiele wie geplant mit zwei Aufführungen der Oper "Carmen" unter der Leitung von Sir Simon Rattle sowie Konzerten, den Kontrapunkten und dem Education-Projekt stattfinden.

Jahrelange Gerüchte
Gerüchte oder auch öffentliche Diskussionen über eine Abwanderung des Orchesters aus Salzburg gab es in der vergangenen Jahren wiederholt, zuletzt gegen Ende 2009, als bereits ein Wechsel von Salzburg nach Baden-Baden im Raum stand. Bei einer Orchestervollversammlung haben die Musiker damals aber dafür gestimmt, auch nach 2012 mit Opern und Konzerten in der Mozartstadt präsent zu sein.

Kurz darauf brach die Affäre um den Geschäftsführer des Salzburger Osterfestivals aus. Der Anwalt der Berliner Philharmoniker, Peter Raue, übernahm daraufhin interimistisch sogar die Geschäftsführung der Osterfestspiele und war in deren Umbau fest eingebunden. Das Orchester stimmte dieser Neuorganisation zu und ist seither auch im neuen Aufsichtsrat vertreten.

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