Schenk & Lohner:

Im Duett

© Moritz Schell

Schenk & Lohner: "Wir sind süchtig nach uns"

Die beiden Herren laufen auf Hochtouren: Gemeinsam reisen sie ab 11. Oktober mit ihrem Lacherfolge-Programm durch Österreich. Und in den Wiener Kammerspielen stehen sie ab 6. November in der Komödie Halpern & Johnson zusammen auf der Bühne. Hier das Interview-Doppel.

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ÖSTERREICH: Ihr Programm „Lacherfolge“ hat sich schon hundertfach bewährt ...

Otto Schenk: Es dient dazu, die Leute zum Lachen zu bringen. Und in dieser Funktion hat es sich tatsächlich öfters bewährt. Lacherfolge ist aus der Sucht entstanden, mit dem Helmuth zusammen zu spielen und zu blödeln.

ÖSTERREICH: Ist die Sucht eine wechselseitige?

Helmuth Lohner: Aber sicher! Wir haben ja unser ganzes Leben nichts anderes getan, als nacheinander zu süchteln. Mal intensiver, mal weniger. Aber wenn wir uns sehen, dann süchteln wir uns durch die Themen der Zeit.

ÖSTERREICH: Wer hat Sie dazu verführt, wieder auf Tournee zu gehen?

Schenk: Zuerst war’s unser Manager, der Herbert Fechter. Dann musste ich den Helmuth verführen. Weil der

Helmuth behauptet ja, dass er nicht mehr Theater spielen will. Und vor allem nicht mehr herumfahren will als „Vertreter in Humor“. Da schämt er sich immer ein bissel. Aber nur so lange, bis er auf der Bühne steht. Und dann gleich wieder danach.

ÖSTERREICH: Sie schämen sich?

LOhner: Aber nein! Ich will wirklich nicht mehr Theater spielen, ich habe doch alles gehabt, was es so an Theater gibt. Deshalb musste ich zu dem Stück, das wir jetzt gerade für die Kammerspiele vorbereiten, auch verführt werden.

ÖSTERREICH: Von wem?

Lohner: Vom Otti. Der wandte sich an die Elisabeth Gürtler. Und die sagte mir: „Du musst wieder spielen!“ Es gibt zwei oder maximal vier Menschen, auf die ich höre und die einen furchtbaren Einfluss auf mich haben. Das macht mich betroffen, dass die imstande sind, meinen Willen vollkommen auszuschalten.

Schenk: Das ist nicht ganz wahr, was er sagt. Denn eine Spur von Willen muss verschüttet in ihm liegen. Aber es ist mir – sobald die Verführung gelungen ist – auch Wurscht, ob er will oder nicht. Ich freu mich wie ein Kind auf die Zusammen­arbeit mit ihm.

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