Den Grammy für das beste Album des Jahres 2009 hat die Country-Pop-Sängerin
Taylor Swift erhalten. Die 20-Jährige gewann den begehrtesten aller
Musikpreise in der Nacht auf Montag, 1.2. für ihr Album "Fearless".
Allerdings erhielt die R&B-Queen Beyonce insgesamt mit sechs Grammys die
meisten Preise, darunter mit ihrem Hit "Single Ladies" den Song
des Jahres. Mit Joe
Zawinul und dem Designer Stefan Sagmeister waren auch Beiträge aus
Österreich erfolgreich.
Taylor Swift Bild:
(c) Getty/FilmMagic.com
Swift: "Meine Familie flippt aus" Taylor Swift setzte
sich beim besten Album gegen Beyonce, Lady Gaga, die Black Eyed Peas und die
Dave Matthews Band durch. Sie zeigte sich bei der Entgegennahme der Trophäe
fassungslos. "Ich hoffe Sie wissen, wie viel mir das bedeutet",
sagte sie. "Meine Familie flippt aus". Ihre Platte "Fearless"
hatte zuvor schon den Grammy für das beste Country-Album des Jahres
gewonnen. Weitere zwei Trophäen sahnte Taylor Swift mit dem Song "White
Horse" ab, den Grammy für die beste Aufnahme einer Country-Sängerin und
einen weiteren für den Country-Song des Jahres.
Beyonce räumt ab "Single Ladies" brachte Beyonce
(28) nicht nur den Grammy für den Song des Jahres ein, sondern auch die
Grammys für den besten R&B-Song und die beste Aufnahme einer R&B-Sängerin.
Sie setzte sich auch in den Kategorien bestes zeitgenössisches R&B-Album
("I Am ... Sasha Fierce") und beste traditionelle R&B-Darbietung
für den Song "At Last" aus dem Film "Cadillac Records"
durch. Auch in der Kategorie "Bester Pop-Song einer Sängerin"
überstrahlte sie ihre Konkurrentinnen Taylor Swift, Katy Perry und Pink mit
ihrer Hit-Single "Halo" aus dem Erfolgsalbum "I Am... Sasha
Fierce". "Es ist ein unglaublicher Abend für mich",
sagte Beyonce atemlos auf der Bühne. Sie bedankte sich nicht nur bei ihren
Fans, sondern auch ausdrücklich bei ihrem Ehemann, US-Rapper Jay-Z. Sie war
mit insgesamt zehn Nominierungen als Favoritin angetreten.
Kings of Leon: betrunken aber glücklich Die Trophäe für die
Aufnahme des Jahres ging an die Rocker Kings of Leon für ihren Song "Use
Somebody". Die Gruppe bedankte sich mit den Worten "ehrlich gesagt
sind wir alle ein bisschen betrunken, glücklich betrunken" für
ihren Grammy. Die dreieinhalbstündige Verleihzeremonie in der Nacht auf
Montag, 1.2., wurde vom Staples Center von Los Angeles weltweit
ausgestrahlt.
Drei Grammys für "Black Eyed Peas" Die fetzige
Popgruppe "Black Eyed Peas" nahm drei Grammys entgegen, darunter
für das beste Pop-Album. Zum besten Rock-Album wählten die Grammy-Juroren "Twentyfirst
Century Breakdown" von Green Day. Newcomer des Jahres wurde die Zac
Brown Band. Ihre sechs Countrysänger erhielten den Grammy für die beste
Nachwuchsgruppe.
Lady Gaga
und Elton John traten zusammen auf Foto: (c) Getty/WireImage.com
Zwei Preise für Gaga Die Schock-Pop-Ikone Lady Gaga (23)
war mit zwei Grammys im Rennen. Der Komödiant Steven Colbert quittierte den
Preis für das beste Comedy-Album, das er für seine weihnachtliche Aufnahme
gewann, mit der Bemerkung: "Ich sollte Jesus danken für so einen
großartigen Geburtstag". Die Grammys in Form eines goldenen
Grammophons sind die wichtigsten amerikanischen Musikpreise. Sie werden von
der Organisation der Musikindustrie in 109 Kategorien in den Sparten Rock,
Pop, Folk, Jazz und klassischer Musik verliehen.
Ehrung für verstorbenen King of Pop Michael Jackson Michael
Jackson wurde mit einer bewegenden 3D-Version seines "Earth Song"
sieben Monate nach seinem Tod bei der Verleihung der Grammys in Los Angeles
geehrt. Ein dreidimensionales Erlebnis für das Live-Publikum im Staples
Center lieferten spezielle 3D-Brillen, die zuvor verteilt worden waren.
Solche Brillen waren von einer Handelskette auch US-weit für die
Fernsehzuschauer vertrieben worden.
Ehrung
für Michael Jackson Foto: (c) AP
Starauftrieb Gemeinsam mit Jacksons Stimme sangen Usher, Carrie
Underwood, Celine Dion, Jennifer Hudson und Smokey Robinson in der Nacht zum
Montag live auf der Bühne. Jackson hatte den Song ursprünglich für seine
geplante Tour "This Is It" produziert.
Kinder nahmen Preis entgegen Jacksons ältesten Kinder Prince
(12) und Paris (11) bedankten sich anschließend im Namen ihres Vaters für
den posthum verliehenen Grammy für sein Lebenswerk. "Seine
Botschaft war einfach: Liebe. Wir werden diese Botschaft weitertragen",
versprach Prince. Zu Lebzeiten hatte der "King of Pop" 13 Grammys
gewonnen. Der Popsänger war im Juni im Alter von 50 Jahren an der Überdosis
eines von seinem Arzt gespritzten Narkosemittels gestorben.
Haiti Auch die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Haiti wurden bei
allem Glamour nicht vergessen: R&B- Sängerin Mary J. Blige und der
italienische Tenor Andrea Bocelli sangen gemeinsam eine bewegende
Interpretation des Klassikers "Bridge Over Troubled Water" von
Simon & Garfunkel. Fans können sich die Version bei I-Tunes
herunterladen. Der Erlös komme dem amerikanischen Roten Kreuz zu Gute,
versprach der Musiker Wyclef Jean auf der Bühne. Der gebürtige Haitianer
setzt sich seit Wochen für Hilfslieferungen in seinem Heimatland ein.
Auf der nächsten Seite finden Sie die Lister der Sieger in den
wichtigsten Grammy-Kategorien
Zum 52. Mal wurden am Sonntag in Los Angeles die Grammys verliehen. Die
diesjährigen Gewinner in den wichtigsten Kategorien:
Album des Jahres: "Fearless," Taylor Swift Song des
Jahres: "Single Ladies (Put A Ring On it)," Beyonce Knowles Aufnahme
(Single) des Jahres: "Use Somebody," Kings of Leon Newcomer
des Jahres: Zac Brown Band Bestes Pop-Vocal-Album: "The
E.N.D.", The Black Eyed Peas Bestes Rock-Album: "21st
Century Breakdown," Green Day Bester Rock-Song: "Use
Somebody," Kings of Leon Bestes R&B-Album: "BLACKsummers'night",
Maxwell Bestes Rap-Album: "Relapse," Eminem Bestes
Country-Album: "Fearless," Taylor Swift Beste
Tanz-Aufnahme: "Poker Face," Lady Gaga Bestes
Electronic-Dance-Album: "The Fame," Lady Gaga Bestes
Alternative-Music-Album: "Wolfgang Amadeus Phoenix," Phoenix Bestes
Klassik-Album: Gustav Mahler: Symphony No. 8; Adagio from Symphony No.
10, Dirigent Michael Tilson Thomas, San Francisco Symphony Beste
Opernaufnahme: Benjamin Britten: Billy Budd, Dirigent Daniel Harding,
London Symphony Orchestra)
Österreich Bestes Zeitgenössisches Jazz-Album: "75",
Joe Zawinul Best Recording Package: Box "Everything That
Happens Will Happen Today" (David Byrne & Brian Eno), Stefan
Sagmeister Technical Grammy Award 2010: Akustikunternehmen AKG