02. 10. 2009, 12:12

Zu früh verkauft

Skandal um U2-Tickets

U2
© EPA

Karten wurden zu früh verkauft. Fans fühlen sich geprellt.

Riesenaufregung um das U2-Konzert am 30. August 2010 in Wien. Am Tag vor dem offiziellen Verkaufsstart sind bereits tausende Tickets verkauft! Ein „Ticket-Alarm“ ermöglichte schon gestern über 32.000 registrierten Internet-Usern den Kauf von je bis zu 4 Tickets – ihnen wurde ein fürstliches Extra-Porto von 19,90 Euro (!) dafür verrechnet. Bei insgesamt „nur“ 72.000 aufgelegten Karten ist es also gut möglich, dass heute kein einziges U2-Ticket mehr zu haben ist! Für viele enttäuschte Fans ein Skandal.

Zehntausende U2-Tickets bereits am Freitag verkauft
Ein bei Mega-Konzerten üblicher vorzeitiger Vorverkauf erregt die Gemüter: Ab 13 Uhr gab es gestern die U2-Tickets via geheimen Internet-Link! Nach Hunderten erbosten Anrufen und ÖSTERREICH-Intervention wurden diese U2-Tickets auf der Webpage des deutschen Ticketleaders eventim ab 16 Uhr dann als „z. Zt. nicht mehr verfügbar“ angezeigt. Auch Ö3, immerhin Medienpartner für das U2-Konzert, musste mit Extra-Beiträgen seine Hörer beruhigen. „Das war ein Irrtum. Wir haben aber viele Karten für heute gerettet“, erklärt oeticket-Boss Andreas Egger, der gemeinsam mit eventim für den Ticket-Verkauf in Wien zuständig ist.

Was war passiert: Gestern früh erklärte Egger auf Ö3 noch redselig das Prozedere: „Der Vorverkauf für U2 startet am Samstag um Punkt 9 Uhr! Wir rechnen, dass die Show in 30 Minuten ausverkauft ist.“ Doch bereits um 12.57 Uhr, also über 21 Stunden vor dem offiziellen Vorverkaufsstart, wurde der „Ticket-Alarm“ von oeticket und eventim freigeschaltet.

2O € Porto! Wien-Karten kommen aus Deutschland!
Unter dem schwammigen Ausdruck „verbindliche Reservierung“ konnten gestern Nachmittag bereits Tausende Fans ihre U2-Karten kaufen. Besonders skurril – und für die beteiligten Tickethändler besonders lukrativ – die Tickets für das Wien-Konzert werden von Deutschland aus verwaltet: Heimischen Fans wurde dafür eine nicht weiter definierte „Premium-Gebühr“ von 19,90 Euro aufgeschlagen. Schon wähnen Insider die U2-Show bereits als ausverkauft. Auf eBay werden die Stehplatz-Karten um 140 Euro gehandelt – das Doppelte vom Original-Preis.

Kommentar schreiben

rennerw meint am 05.10.2009 13:26

Unter jenen Gigs, die unter dem Titel Rockgruppe vermarktet werden ist U2 doch wohl eine der fadesten Partien überhaupt. Gemeinsam mit David Bowie und Police. Wieso also gerade beisolchen Bands dieser unglaubliche Kult ?
Jedem das seine halt...

Oscars 2010