So brav war Dita beim Song Contest

Norwegen siegte

So brav war Dita beim Song Contest

Als ein "Harry Potter" der Musik hat der Norweger Alexander Rybak beim Eurovision Song Contest in Moskau alle mit seinem Charme verzaubert. Sein Lied "Fairytale" - "ein Märchen" - handelt von der ersten Liebe des Komponisten, der am vergangenen Mittwoch seinen 23. Geburtstag feierte. "Ich weiß, dass viele eine bessere Stimme haben als ich, aber mein Trumpf ist, dass ich es liebe und weiß, Geschichten zu erzählen", sagte der gebürtige Weißrusse vor seinem Auftritt der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Der Sohn einer Musikerfamilie hat seinen Song selbst komponiert und getextet.

Trotz der prominenten Unterstützung von Dita von Teese blieb Deutschland nur einer der hinteren Plätze. Die Organisatoren fürchteten einen zu heißen Auftritt der Tänzerin und forderten sie auf keusch zu bleiben. Der Ex-Stargast von Richard Lugner beim Opernball hielt sich daran und blieb relativ züchtig.

Das Plattenlabel EMI Germany hatte den norwegischen Shootingstar, der bei der nationalen Vorentscheidung sechsmal so viele Punkte wie der Zweitplatzierte errungen hatte, wegen seines Talents schon vor dem Finale unter Vertrag genommen. Selten waren sich die Experten so sicher, dass Rybak das Rennen machen würde. "Ich werde aber nie etwas Größeres tun als diesen Grand Prix. Mehr geht nicht", meinte Rybak angesichts von mehr als 100 Millionen Fernsehzuschauern. Der Norweger hat sich in seinem Land mit nur 4,8 Millionen Einwohnern auch als Schauspieler in dem Musical "Anatevka" einen Namen gemacht.

"Ich versuche, ein Schauspieler zu sein, weiß aber nicht, ob ich gut genug bin", meinte der Norweger. "Wenn ich vor einer Kamera stehe, will ich nicht nur singen, sondern auch eine Geschichte erzählen." Und die Story, die er in Moskau erzählte, ist wahr, wie er beteuerte. Sie handelt von seiner ersten Liebe vor fünf Jahren. "Die Erinnerung an die erste Liebe bleibt immer", erklärte er den Erfolg seines Songs. Immer wieder wollten Fans wissen, ob der Bursch noch zu haben ist. Der dpa sagte er: "Ich habe keine Zeit für eine Freundin. Leider." Er stelle sich auf eine lange Karriere ein und wolle nicht, dass jemand zu Hause auf ihn warte.

Mit seiner früheren Heimat Weißrussland hat er abgeschlossen, seit er im Vorschulalter die "Diktatur" mit seinen Eltern verließ. Dennoch spricht er Russisch mit seinen Eltern. In Norwegen hat er schon rund 80 Songs geschrieben. Aber "Fairytale" sei sein erster kommerzieller Erfolg. "Das ist ein Hit wie aus dem Bilderbuch, ein alchemistisches Zauberkunststück, bei dem aus hitziger Liebeslyrik, sonnig unbefangener Melodie und feuriger Folklore flüssiges Gold wird - ein wahres Popmärchen", sagte EMI-Sprecher Harald Engel.

Seit seinem fünften Lebensjahr spielt Rybak Geige und Klavier - mit Schwerpunkt Klassik. Für sein Violinenspiel erhielt er 2004 den Anders-Jahres-Kulturpreis. Rybak hat mit dem Popsänger Morten Harket (a-ha) gearbeitet und ist Konzertmeister des größten Jugendsymphonieorchesters Norwegens. Sein Debütalbum "Fairytales" soll Ende Mai im deutschsprachigen Raum erscheinen. Der Popkünstler zählt Michael Jackson, Sting und Andrea Bocelli zu seinen Vorbildern.

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