Nach Unfallserie

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"Spider Man" darf wieder rumspinnen

Nach dem vierten Unfall bei einer Probevorführung, einem spektakulären Neun-Meter-Sturz eines Stuntman, ist "Spider Man" zurück am Broadway: Am Donnerstag, 23.12., nahm die mit 65 Millionen Dollar (50 Millionen Euro) bisher teuerste Musical-Produktion in New York wieder den Probebetrieb auf. Vor den Kassen bildeten sich lange Schlangen, die Probevorführungen sind nach Angaben eines Kartenverkäufers bis zum 2. Jänner ausverkauft. Offizielle Premiere von "Spider-Man: Turn Off The Dark" soll Anfang Februar sein.

Operation
Am vergangenen Montag war der Stuntman Christopher Tierney bei einer spektakulären Flugeinlage aus neun Metern in den Orchestergraben gestürzt. Nach Angaben seines Bruders Patrick wurde er am Rücken operiert und soll demnächst aus dem Krankenhaus entlassen werden. Bleibende Schäden seien nicht zu erwarten, er werde mit großer Wahrscheinlichkeit auf die Bühne zurückkehren können.

Sicherheitsvorkehrungen
Die Probevorführungen wurden am Mittwoch ausgesetzt. An diesem Tag wurden neue Sicherheitsvorkehrungen getestet. Am Donnerstag kam vor der Show Produzent Michael Cohl auf die Bühne und teilte mit, dass der gestürzte Stuntman "mit Bravour" durchgekommen sei und das Publikum alle spektakulären Stunts aus luftiger Höhe zu sehen bekomme. Die Zuschauer applaudierten.

Premiere verschoben
Die offizielle Premiere ist bereits zweimal verschoben worden, die Produktion hatte mit technischen Problemen, Geldproblemen und insgesamt vier Unfällen zu kämpfen. Vor dem Sturz des Stuntman hatte es Unfälle mit einer Gehirnerschütterung und zwei gebrochenen Handgelenken gegeben. Das Arbeitsministerium des Staates New Yorks hatte die Show am Donnerstag erst zugelassen, nachdem die Produzenten zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen nachgewiesen hatten. Der Präsident der Gewerkschaft der Bühnenarbeiter in New York, James Claffey, sagte, die Gewerkschaft sei zuversichtlich, dass diese nun griffen. "'Spider-Man' ist die gewagteste Produktion in der Geschichte des Broadways", sagte er. "Trotz all der fortgeschrittenen Technik in den heutigen Broadway-Shows werden diese doch von Menschen aufgeführt. Das menschliche Element kann nicht aus dem Live-Theater herausgenommen werden."

Das Musical wurde von der "Lion King"-Schöpferin Julie Taymor zusammen mit den U2-Songwritern Bono und The Edge entwickelt.
 

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