St. Margarethen: Premiere gesichert

"Aida"

St. Margarethen: Premiere gesichert

Der Weg zur Premiere der Oper "Aida" am Mittwoch in St. Margarethen ist frei: In den vergangenen Stunden habe man sich mit Partnern, darunter Ö-Ticket, dem Masseverwalter und dem Gläubigerausschuss verständigt, eine Auffanglösung zu initiieren, teilten die Esterhazy Betriebe am Freitag mit. "Damit ist die Aufführung der 'Aida' 2014 definitiv gesichert", so Karl Wessely von den Esterhazy-Betrieben.

Nach der Insolvenzeröffnung über die Opernfestspiele (OFS) am Montag habe man "alle Hebel in Bewegung gesetzt", um die diesjährige Festspiel-Produktion in St. Margarethen zu sichern. "Gemeinsam mit unseren Partnern ziehen wir an einem Strang und können heute, Freitag, bestätigen, die Aida-Premiere wird gespielt - wenn auch bedauerlicherweise bislang ohne Unterstützung durch das Land," so Wessely.

Aufführung trotz Verlusten
Die zur Durchführung der Produktion erforderlichen 1,3 Millionen Euro - es handelt sich dabei um den prognostizierten Verlust - müssten offenbar ohne Beteiligung des Landes aufgebracht werden. "Wir tun uns natürlich deutlich schwerer", so Wessely zur APA. Es bleibe aber schließlich nichts anderes übrig, da Esterhazy viel an dem Opernprojekt und an der Tourismusregion liege.

Ein Brief des Masseverwalters an das Land, in dem dieser darauf hingewiesen habe, dass im Hinblick auf drohende Folgeinsolvenzen noch diese Woche eine Entscheidung gefunden werden müsse, sei bisher "ohne Antwort und Reaktion" geblieben. Auch ein mehrfach vom Masseverwalter gewünschter Termin habe bisher nicht stattfinden können.

"Wir werden die durch die Insolvenz in Probleme geratenen Betriebe bestmöglich stützen, wir werden die Arbeitsplätze für die Opernproduktion erhalten und damit den wundervollen Standort langfristig sichern", erklärte Wessely. Der Kreis der Freunde der Oper St. Margarethen habe am Donnerstag für soziale Notfälle eine Reihe von Zahlungen vorgenommen.

Land fordert Geld zurück

Man sei auch in ernsten Gesprächen mit anderen Partnern. Namen könne man jedoch noch nicht nennen, so Wessely. "Völlig unverständlich" sei, dass das Land jede Bemühung, hier zu unterstützen, ablehne und die für die Produktion 2014 zugesagten und an einen neutralen Treuhänder bereits überwiesenen Gelder zurückgefordert habe. Das Geld - 250.000 Euro - habe das Land auch bereits vollständig zurückerhalten.

"Wir sind enttäuscht, dass das Land nicht zu seinem Wort steht", sagte Wessely. Eine geordnete Insolvenz sei die einzige Möglichkeit gewesen, die "Aida"-Produktion zu sichern und noch größeren Schaden vom Unternehmen und allen Beteiligten abzuwenden, wird argumentiert: "Selbstverständlich darf niemand in ein insolventes Unternehmen investieren. Deshalb gibt es ja die Auffanggesellschaft, das ist das Entscheidende."

Details über die heurige Produktion will man am Montag bei einem Pressegespräch mit den Verantwortlichen und Partnern bekanntgeben.
 

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