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Alle Jahre wieder

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Starmania: Was wurde aus...?

Knapp zwei Monate vor Beginn der Neuauflage der beliebten ORF-Starsearch-Reihe "Starmania" ist es an der Zeit, innezuhalten und sich zu fragen, was aus den eigentlichen "TV-Stars" geworden ist, nämlich jenen, die am Finaltag nicht am Siegestreppchen gestanden sind. Drei Staffeln hat sich der ORF schon kosten lassen, dreißig Finalisten wetterten in einem Acht-Millionen-Land um Eines: Ruhm, Erfolg und selbstverständlich eine musikalische Dauerpräsenz auf den Bühnen dieses Landes und der Welt. Wer die letzten drei Staffeln Revue passieren lässt, bemerkt aber einen eigentümlichen Punkt: Zumeist sind es die zweit- , dritt, oder viertplatzierten Starmaniacs gewesen, die nachhaltig in den Köpfen der Österreicher hängen geblieben sind.

Besser denn je
Hierbei prominent ist vorallem Christina Stürmer. Die Oberösterreicherin, in der ersten Staffel Zweitplatzierte, konnte anfassen, was sie wollte. Ihr gelang einfach alles. Mit Schlichtheit und einer gewissen Natürlichkeit ausgestattet, punktete die Stürmer auch in Deutschland, sogar die RTL-Soap "Alles was zählt" verwendet ihren Song "Nie genug". Etliche Hits, unzählige Tourneen - dennoch, Stürmer ist am Boden der Tatsachen geblieben, tourt mit ihrer Band und hat sich mit guter Stimme und markigem Charisma in die Herzen der Fans gesungen. S

Anders bei Michael Tschuggnall oder Verena Pötzl, die beiden Sieger der ersten zwei Staffeln. Die Leidenschaft zur Musik liegt in ihrem Blut, doch mit dem längerfristigen Erfolg wollte es nicht so recht klappen. Nach der Gold-Auszeichnung für sein erstes Album, wurde es kommerziell eher ruhig um Tschuggnall. Allerdings grub ihn der ORF wieder für eine weitere Dancing Stars Staffel aus was ihm aber nachhaltig Sympathien einbrachte - allerdings leider nicht im von ihm gewünschten Musik-Sektor. Mittlerweile studiert er wieder Informatik.

Auch Verena Pötzl, sympathische Rockröhre aus Tirol, begann nach kommerziellem Schwund neue Wege zu betreten und ist jetzt mit ihrer Band "Sugardaddy" eher in intimen Clubs anzutreffen, als auf Massen-Open Airs. Interessantere Erscheinungen in der "Starmania"-Historie sind hier noch eher Vera Böhnisch, die sich tapfer aufrecht hielt und mit ihrer Band funky Pop-Perlen regnen lässt. Jetzt ist ihre neue Single "Dear Ladies" erschienen. Oder auch Mario Lang, der mit seinem Fußballfaible die Aura der EM nützte und sich ein sportbegeistertes Publikum erspielte. Gernot Pachernigg wandelt, so könnte man es meinen, auf Austropop-Spuren und mischt zahlreiche kleine Open-Airs auf. Wächst da ein neuer Rainhard Fendrich oder Georg Danzer heran? Nun ist sein neues Album erschienen. Eher traurig verlief es zuletzt um die Karriere von Nadine Beiler, welche dem Druck der Massen-Musikindustrie nicht gewachsen war und offenbar aufgrund des mangelnden Erfolgs auch die Plattenfirma verlor. Dennoch kämpft auch sie weiter um Publicity und will mit einem englischsprachigen Album jetzt durchstarten.

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