Startschuss für den neuen

Salzburger Festspiele

Startschuss für den neuen "Jedermann"

Seit dem 22. August 1920, als die ersten Salzburger Festspiele mit Hofmannsthals Mysterienspiel Jedermann in Max Reinhardts Regie eröffnet wurden, stürmt das Publikum das Spiel vom Sterben des reichen Mannes auf dem barocken Salzburger Domplatz.

Punkig. Am Samstag wird die punkige Inszenierung von Julian Crouch und Brian Mertes wiederaufgenommen. Das Regieduo, das sich an Reinhardts Urinszenierung und am spätmittelalterlichen Totentanz Every-man orientiert hat, liefert ein buntes Erbauungsspektakel mit mittelalterlichen Knittelversen und fürchtet sich nicht vor Kitsch und katholischer Propaganda.

Glamourös. Die Titelrolle des reichen Sünders, der vor Gott Rechenschaft ablegen muss und in seiner Todesstunde von allen Freunden verlassen wird, spielt Burgstar Cornelius Obonya, der Enkel des legendären Jedermanns Attila Hörbiger. Die nicht sehr große, aber sehr glamouröse Rolle von Jedermanns Geliebter ist neu besetzt: Nach Brigitte Hobmeier wird die 25-jährige Linzerin Miriam Fussenegger als Buhlschaft debütieren und im transparenten Festkostüm gute Figur machen.

E. Hirschmann-Altzinger

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