Tabubruch? Schwule und Fußball

EM mal anders

© Kernmayer

Tabubruch? Schwule und Fußball

Bis zum 30. Mai läuft noch die Einreichfrist zum gesamteuropäischen Plakatwettbewerb, den die Organisation QWIEN Kultur ausgerufen hat.

Heißes Thema
Homosexualität und Fußball sind Lebensbereiche, die auf den ersten Blick so gar keine Überschneidungen zu haben scheinen. Eigenartig: Ausgehend von einem Anteil von 5% Homosexuellen in der Gesamtbevölkerung, verwundert das Nichtvorhandensein auch nur eines einzigen Profispielers in der Männer-Bundesliga schon sehr. Haben Schwule, Lesben und Transgender-Personen in dieser Sportart und seinen Fankurven also schlicht "kein Leiberl"?

Fussball als Klische von Männlichkeit?
Fußball scheint der letzte Ort zu sein, an dem die Klischees von "wahrer Männlichkeit" gelebt werden können aus. Frauen sind als Spielerinnen, Fans, Vorstandsfrauen und Journalistinnen die rare Ausnahme, als prominente Fußballer-Gattinnen jedoch hoch publicitywirksam.

Tabu
Die Berührungsängste von heterosexuellen Männern mit Schwulen sind groß, in diesem Spannungsfeld fällt Fußball durch Berührungsintensität bei und rund ums Spiel besonders auf. Nach einem Torerfolg wird umarmt und geherzt, aber nur solange kein Spieler den Körperkontakt zu Männern auch im Privatleben sucht.

Prozedere
Aus allen Einsendungen, die bis Ende Mai 2008 bei QWIEN Kultur eintreffen, wird eine Vorjury die besten 50 auswählen, eine namhaft besetzte ExpertInnen-Jury (u.a. Jimmy Somerville, Corny Littmann, Angela Stief) die besten drei und ein Siegerprojekt küren, das mit einem Preisgeld prämiert wird.

Jury und Ausstellung: Die Jurysitzung findet am 2. Juni 2008 statt, der Gewinner wird am 4. Juni der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ausstellung der besten Plakate wird ebenfalls am 4. Juni am Portikus der Winterreithalle im Wiener MuseumsQuartier eröffnet.

Homo : Foul
50 Plakate zu Homosexualität und Fußball
Wettbewerb: Einsendungen bis 30. Mai 2008
Eröffnung der Ausstellung und Bekanntgabe des
Siegerprojektes: 4. Juni 2008
Ausstellung im Museumsquartier: 4. Juni bis 13. Juli 2008
Informationen und Einreichungen via: www.qwien.at

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