Neues Musical

© Stefan Trierenberg

"The Producers": Ungeniert komisch!

Man nehme das schlechteste Stück aller Zeiten, den schlechtesten Regisseur, den schlechtesten Cast und verdiene damit am Broadway ein Vermögen. Wie das gelingen soll? Erst sammelt man Sponsorengelder von rüstigen alten Ladies, dann wird die Produktion wegen Misserfolgs abgesetzt und verursacht keine Kosten mehr.

Die Show jenseits des guten Geschmacks wurde in Mel Brooks’ Musical The Producers zum Welthit. Heute wird mit dem Satire-Glanzstück das umgebaute Ronacher eröffnet.

Hörbiger-Spross und Musical-Debütant Cornelius Obonya sowie Routinier Andreas Bieber spielen das skrupellose Duo, das ein Stück des Nazis Liebkind, Frühling für Hitler, zum größten Flop aller Zeiten machen will.

Grenze
Hitler als Satire-Figur? „Man muss Witze über Hitler machen, aber immer unter dem Motto ‚Nie wieder' “, so Obonya. Und Bieber ergänzt: „Das Stück ist politisch unkorrekt, aber Theater darf nicht um Erlaubnis fragen.“ Mel Brooks kommentiert: „Mir wird oft vorgeworfen, dass ich die Grenzen des guten Humors überschreite, doch diese Grenze gibt es nicht.“ Brooks wird bei der Premiere heute nicht dabei sein, soll aber vorhaben, im Sommer vorbeizuschauen. Als Gäste haben sich Musicalstar Uwe Kröger, Regisseur Stefan Ruzowitzky und Comedy- und Musical-Urgestein Peter Weck angesagt. Bundespräsident Fischer wird die Eröffnung vornehmen. Nach der Premiere gibt es neben einer VIP-Party im Rathaus auch die Amtsübergabe an den neuen Vereinigte-Bühnen-Generaldirektor Thomas Drozda.

„The Producers“:

Premiere, 30. Juni, Ronacher, Wien, 19.30 Uhr. Tel.: 01/ 58885.

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