Trauerminute für Harnoncourt

Staatsopern-Premiere

Trauerminute für Harnoncourt

Mit einer Trauerminute hat die Wiener Staatsoper am Sonntagabend vor der Premiere der Oper "Tri Sestri" von Peter Eötvös des in der vergangenen Nacht gestorbenen Dirigenten Nikolaus Harnoncourt gedacht. "Wir sind betroffen und sehr traurig", sagte Staatsopern-Direktor Dominique Meyer in einer kurzen Rede vor Beginn der Vorstellung.

"Ein Leuchtturm"
Meyer nannte Harnoncourt, der 59 Mal an der Staatsoper dirigiert hatte, eine "riesige Persönlichkeit", einen "Leuchtturm": "Er hat weiter gesehen als alle anderen."

Umjubelte Premiere
Die Premiere selbst wurde nach weniger als zwei Stunden reiner Spielzeit (und einer Pause) mit viel Applaus und den Bravorufen einiger besonders enthusiasmierter Besucher gefeiert. Vor allem Komponist Eötvös, der diese Staatsopern-Erstaufführung selbst dirigiert hatte, sowie die Sängerinnen der titelgebenden drei Schwestern, Aida Garifullina, Margarita Gritskova und Ilseyar Khayrullova, wurden umjubelt.

Regie-Kritik
Deutlich geringer fiel die Zustimmung für das Team um Regisseur Yuval Sharon aus, der in einem hohen, saalartigen Raum über drei parallel zur Bühnenrampe verlaufende Laufbänder nahezu ununterbrochen Personen und Requisiten an den Zuschauern vorbeiziehen ließ. Nach Moskau brachten die Bänder Tschechows berühmtes, sich in der Provinz langweilendes Damentrio auch diesmal nicht.

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