Venedig - Jetzt geht es um den Goldenen Löwen

Stars und Kino

© Constantin Film

Venedig - Jetzt geht es um den Goldenen Löwen

Normalerweise gibt’s bei den großen Filmfestivals eine klare Arbeitsteilung. Die Megastars reisen an, um – außer Konkurrenz – ihre neuen Blockbuster anzupreisen. Filmkünstler, die im Mainstream-Kino eher wenig bekannt sind, rittern derweil um die Goldenen Bären, Löwen oder Palmen.

Arbeitsteilung
In Venedig ist das heuer anders. Das Festival am Lido präsentierte einen qualitativ besonders hochstehenden Wettbewerb. Das Niveau der 22 Weltpremieren ist nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass viele große Stars in ambitionierten, finanziell eher bescheidenen Filmkunstprojekten mitwirken.

Große Namen
George Clooney etwa ist Zentralfigur des Politthrillers Michael Clayton, der eine scharfe Attacke gegen dunkle Geschäfte amerikanischer Großkonzerne reitet. Richard Gere, Heath Ledger und Cate Blanchett machten trotz geringer Gage bei I’m Not There mit, dem ambitionierten und rätselvollen Bob-Dylan-Projekt von Regisseur Todd Haynes. Auf der Besetzungsliste von Paul Haggis’ Irakkriegs-Drama In The Valley Of Elah stehen so große Namen wie Tommy Lee Jones, Charlize Theron und Susan Sarandon.

Diese Filme und Darsteller zählen allesamt zu den Favoriten für den Goldenen Löwen und die Darstellerpreise. Es wäre keine Überraschung, würde in Venedig heuer das angelsächsische Kino triumphieren. Auch Filme wie der Thriller Sleuth (mit Michael Caine und Jude Law) oder das beinharte (Anti-)Irakkriegs-Dokudrama Redacted von Brian De Palma kommen für eine Auszeichnung in Frage. Das europäische und asiatische Kino (Ausnahme: Lust, Caution von Ang Lee) stand gegen diese Phalanx eher im Hintergrund.

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