Viennale eröffnet mit Cannes-Sieger

Filmfestival

 

Viennale eröffnet mit Cannes-Sieger

Der Eröffnungsfilm der diesjährigen Viennale: "Entre les murs", zu Deutsch "Zwischen den Mauern". Er gewann beim diesjährigen Cannes-Festival in Frankreich die Goldene Palme. Laurent Cantets Film zeigt die Geschichte des Lehrers Francois an einer Schule im Problembezirk des 20. Arrondissements von Paris. Seine Schüler stammen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen und besitzen zumeist Migrationshintergrund - die Klasse gilt als schwierig. Menschliche Werte wie Respekt und Toleranz müssen dem Haufen erst einmal beigebracht werden, keine leichte Aufgabe für den beherzten Francois. Der Film überzeugte die Jury in Cannes. Er bildet den Startschuss zur Viennale 2008 und ist Teil eines Programms von insgesamt 20 Lang- und Kurzfilmen.

Highlights aus Österreich
Erwin Wagenhofer präsentiert nach seiner Erfolgsdoku "We feed the world" nun ein Kapitalismusdrama: "Let's make money". Gerade rechtzeitig zur Finanzkrise zeichnet Wagenhofer ein Enthüllungswerk über die Finanzwelt. Was geschieht mit unserem Geld, das wir zur Bank bringen oder in Pensionsfonds anlegen? Wer profitiert? Wer zahlt drauf? Fragen, die viele gerade jetzt brennend interessieren. Dramatisch auch die Gefängnisdoku "Gangster Girls" von Tina Leisch. In Schwarzau und Gerasdorf wurden inhaftierte Frauen vor die Linse geholt, die über ihr Leben als Täterinnen erzählen. Und nach "Unser täglich Brot" von Nikolaus Geyrhalter kommt jetzt "7915 km", ein Film über das soziale Leben an der Ralleystrecke zwischen Paris und Dakar.

Nationale Schmankerln
Im Vorfeld des Festivals zeigten sich die Verantwortlichen stolz, im heurigen Jahr eine große Auswahl an Werken heimischer Künstler in Wien zeigen zu können, unter anderem den Dokumentarfilm "In die Welt" von Constantin Wulff, der einem Porträt der Semmelweis-Geburtsklinik gewidmet ist, oder "März" von Klaus Händel, ein außergewöhnlicher Heimatfilm im Tiroler Dialekt.

Mehrere internationale Filme erstmals in Wien
Es sei ein besonderer Pluspunkt der Viennale, sowohl Spiel- als auch Dokumentar- und Kurzfilmen annähernd gleiche Aufmerksamkeit zu widmen und die Filmauswahl so offen und gleichberechtigt wie möglich zu gestalten, betonte Hurch. Ebenso sei man glücklich, eine Reihe von internationalen Premieren in Wien präsentieren zu dürfen sowie eine Reihe von interessanten Gästen zu begrüßen. Jacques Doillon, Isabelle Hupert, Luc Dardenne, Garth Hudson, um nur einige zu nennen, werden anwesend sein und ihre Arbeiten so auch persönlich ihrem Publikum näherbringen.

Das gesamte Programm der Viennale finden Sie hier!

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