20. November 2009 10:13
© 2009 Concorde Filmverleih GmbH
Wo immer Kristen Stewart und
Robert Pattinson dieser Tage aufkreuzen, herrscht Kreischalarm wie bei
einem Rockkonzert.
Ausnahmezustand
In München stürmten am Samstag, 14.11., 15.000
Jugendliche die Olympiahalle, um
einen Blick auf die Twilight-Stars zu erhaschen. Zur gleichen Stunde
lagerten schon Hunderte Fans vor dem Mann Village-Kino in Los Angeles. Sie
campierten dort fünf Tage lang, um ihren Idolen bei der Weltpremiere
von New Moon am Montagabend nahe zu sein. Als die jungen Stars dann
endlich über den roten Teppich schritten, herrschte quasi Ausnahmezustand.
Der Run auf
die Kinos beginnt
Kurzum: Kinoketten und
Produzenten können sich auf volle Kassen freuen, wenn
New Moon (deutscher Titel: Biss zur Mittagsstunde) anläuft. In den USA
und vielen anderen Ländern fällt der Startschuss schon heute. Die heimischen
Fans müssen sich noch bis zum 26. November gedulden.
Kassenschlager
Der erste Film dieser Liebesgeschichte eines
Mädchens mit einem Vampir, Biss zum Morgengrauen, hatte weltweit
gut 350 Millionen Dollar eingespielt. Die Chancen sind hoch, dass es diesmal
noch mehr wird.
Dramatische Beziehung
Dabei dürfen die Fans von New Moon
(erste Kritik unten) keine echte Romanze erwarten, wie Robert Pattinson im
ÖSTERREICH-Interview warnte: „Edward
muss Bella fernbleiben, damit sie nicht in Gefahr gerät. Ein Problem folgt
dem nächsten. Es ist eigentlich kein Liebesfilm mehr.“
„Bella“ Kristen Stewart über das Paar
„Was mir
besonders gefällt, ist, dass man es hier mit einem Vampir zu tun hat, der
109 Jahre alt ist, innerlich aber sehr jung und auch ängstlich ist. Und er
trifft dieses 18-jährige Mädchen, das sich seiner Liebe völlig sicher ist,
obwohl sie keine Ahnung hat von den möglichen Konsequenzen.“ Ihr
Fazit: „Als Mädchen fühlt man sich bei den Twilight-Geschichten,
als wäre man Bella.“ Und das ist sicher ein Hauptgrund für den weltweiten Twilight-Boom.
Die erste Kritik: Liebe, Vampire und Werwölfe
Die Schülerin
Bella (Kristen Stewart) liebt Edward, den sanften Vampir (Robert Pattinson):
Die Ausgangskonstellation von New Moon ist die gleiche wie im
Vorgängerfilm Twilight.
Hürden
Doch Autorin Stephenie Meyer baute neue und hohe
Hürden auf, um ihre Story weiterzutreiben. Bella hat von Beginn an keine
Chance, ihre Partnerschaft auch auszuleben. Denn Edward geht fort – um Bella
zu beschützen. Er hat Angst, dass das sterbliche Mädchen in der Welt der
Vampire in Gefahr gerät.
Trost
Bella ist fassungslos. Nachts hat sie Albträume, tagsüber
stürzt sie in tiefe Depressionen. Ein wenig Trost bekommt sie durch die Nähe
zu einer Gruppe von Freunden – muskelgestählten jungen Männern indianischer
Herkunft. Diese Jungs bergen jedoch ein Geheimnis. Wie Bella irgendwann
entdeckt, können sie zu reißenden Werwölfen mutieren, die wiederum in tiefer
Feindschaft mit den Vampiren stehen.
Liebe
Zum stillen, melancholischen Grundton des ersten Films
mischt sich hier das Getöse der Werwölfe, die furchterregend aussehen, aber
mehr zum Bellen als zum Beißen neigen. Bella und Edward finden irgendwann
und irgendwie wieder zueinander zurück. Wirklich logisch wird dies von
Regisseur Chris Weitz allerdings nicht erzählt: Um jede Wendung des Films
ganz zu verstehen, sollte man zuvor Stephenie Meyers Roman gelesen haben.
Jugendliche Zielgruppe
Nicht nur, was die Story betrifft, wendet
sich der Film ganz an die jugendliche Zielgruppe der Twilight-Leserschaft.
Der Film ist mit seiner zarten, elegischen Romantik und mit seiner
verhaltenen Action akkurat auf ein Teenager-Publikum zugeschnitten. Gehört
man dieser Zielgruppe nicht an, staunt man bisweilen ein wenig ratlos über
den weltweiten Hype, den diese Storys auslösen.
New
Moon – Biss zur Mittagsstunde. Ab 26. November im Kino.