Eis-Opfer: Warum ich aufgab

Südpol-Drama

Eis-Opfer: Warum ich aufgab

Hermann Maier und sein Team haben drei Viertel der Strecke zum Südpol geschafft. Alex drohte der Verlust von zwei Fingern.

Südpol
„Wenn du mit dem Team weitergehst, verlierst du mit 100-prozentiger Sicherheit zwei Finger.“ Nach dieser ernüchternden Prognose von Expeditionschef Tony Martin von der Londoner Agentur „Extreme World Races“ war für Alex Serdjukov (38) und seine Teamkollegen klar, er steigt aus dem Fernsehabenteuer Wettlauf zum Südpol (ab 8. März im ORF) aus. Teamleader Hermann Maier: „Die Gesundheit geht vor, du darfst auf keinen Fall weitergehen.“

Diashow Wettlauf zum Südpol - Die Bilder

Wettlauf zum Südpol

Das österreichische Team beim Training in Norwegen: Hermann Maier, Ö3-Mikromann Tom Walek, Sabrina Grillitsch und Alex Serdjukov. Letzterer musste sich der Kälte geschlagen geben.

Wettlauf zum Südpol

Kandidat Alex Serdjukov wurde in ein Krankenhaus in Chile gebracht - seine Finger wiesen Erfrierungserscheinungen auf.

Wettlauf zum Südpol

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Private Schnappschüsse dokumentieren die Reise.

Wettlauf zum Südpol

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Die Südpol-Route.

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Die Teams beim Aufbau der Zelte, die für zwei Nächte das Zuhause des österreichischen und des deutsche Wettkampfteams waren.

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Die österreichische Teilnehmerin Sabrina Grillitsch in Norwegen.

Wettlauf zum Südpol

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„Poltartaufe“ in Norwegen: Ausgezogen bis auf die Unterwäsche gleiten die Teilnehmer mehr oder weniger elegant in das mitten auf einem zugefrorenen See aufgehackte Eisloch.

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Tom Walek

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Hermann Maier

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Die ersten Eindrücke von Tag eins in der Antarktis: „Hallo Ö3! Hallo Österreich! Die Anreise aus Kapstadt mit der russischen Transportmaschine war höchst spektakulär, sechs Stunden ohrenbetäubender Lärm und dann ist eine weiß und hellblau glitzernde Eisküste vor einem. Rund um uns sieht es aus wie auf einer Mondkraterlandschaft. Vereinzelt gibt es ein paar Container von ein paar russischen Forschern, dort in der Nähe haben wir ein kleines Zelt, in dem wir essen dürfen“, so Ö3-Mikromann Tom Walek. Im Bild: Sabrina Grillitsch, Alex Serdjukov, Tom Walek, Hermann Maier.

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Gute Laune beim Start der Reise.

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„Schlag“
Der steirische Abenteurer wurde mit Erfrierungen an sechs Fingern in ein Krankenhaus in Chile ausgeflogen, konnte die Klinik mittlerweile aber wieder verlassen. In einer ersten Reaktion sprach er niedergeschlagen von einem „herben Schlag“.

Seit dem 24. Dezember marschiert das österreichische Team daher nur noch zu dritt – Skilegende Maier (38), Ö3-Mikromann Tom Walek (39) und Soldatin Sabrina Grillitsch (27) – Richtung Südpol.

Ziel rückt näher
Nach dem Ausstieg des steirischen Husky-Führers und einer 24-stündigen Zwangspause sind rund 300 der insgesamt 400 Kilometer langen Strecke geschafft. „Wir können den Südpol fast schon sehen und sind im allerletzten Viertel dieses Rennens angekommen“, berichtete Walek gestern in seinem Tagebuch vom Südpol (täglich kurz nach 7.30 Uhr im Ö3-Wecker). Der Zieleinlauf ist für 2. Jänner geplant.

Teamkapitän Maier – er hat selbst bereits sieben Kilo abgenommen und teilweise die Last von den Schlitten seiner Begleiter übernommen – erweist sich für das Finale als großer Motivator. Gute Verpflegung hebt die Stimmung im Team, weiß der Skistar und strich das tägliche Müsli vom Speiseplan, stattdessen gibt es zur Kraftnahrung Hühnchen und Nudeln. Maiers Zwischenresümee: „Das Rennen ist sehr, sehr anstrengend, es gibt körperliche Erschöpfungen.“

Wie sie im Vergleich zum deutschen Team mit Markus Lanz (41) und Joey Kelly (38) liegen, wissen die Österreicher – die Teams sind 20 Kilometer entfernt voneinander gestartet – nicht.

Kälteopfer Alex: „Das war ein herber Schlag!“
Alex Ser­djukov im Interview mit Ö3-Redakteurin Julia Schmuck über …

… seinen allgemeinen Zustand: „Mental geht es mir sehr gut. Ich habe mich wieder gefangen. Natürlich war das ein herber Schlag für mich. Ich hätte mir gedacht, dass es allen anderen passiert, nur mir nicht.“

… seine Erfrierungen: „Ich habe Druckverbände und kann nichts angreifen. Die Erfrierungen sind wie kleine Glassplitter; wenn ich etwas angreife, würden sie mir das gesunde Gewebe zerschneiden.“

… mögliche Amputation: „Es muss mir kein Finger abgenommen werden, und ich bin jubelnd und jauchzend glücklich. Ich bin so froh, dass ich auf die Ärzte und die Veranstalter gehört habe.“

Autor: Albert Sachs
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