Wie hört sich das an, wenn du stirbst?

Bei Anruf Tod

© Warner

Wie hört sich das an, wenn du stirbst?

Der harmlose Begriff „Unbeantworteter Anruf“ ist heute weit verbreitet, seit Handys zu unserem Alltag gehören. Wenn die beiden Worte auf dem Display erscheinen, reagiert man neugierig oder frustriert – doch für Beth Raymond und ihre Freunde bedeuten die Worte nichts als blankes Entsetzen.

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„Welches Grauen könnte ein böser Geist entfesseln, wenn er sich über Handy-Signale bemerkbar machen würde?“, fragt sich Regisseur Eric Valette. „Das Konzept ist einfach, aber was mich an diesem Projekt fasziniert, ist das tiefgründige, zeitlose Thema der Story.“

Nippon-Horror
„One Missed Call“ (Tödlicher Anruf) beruft sich auf den Roman „Chakushin Ari“ des berühmten japanischen Autors Yasushi Akimoto. Schon 2003 wurde das Buch vom renommierten japanischen Regisseur Takashi Miike verfilmt.

Zum Remake des erfolgreichen japanischen Thrillers für das weltweite Publikum sagt Produzentin Jennie Lew Tugend: „Gespenstergeschichten sind überall auf der Welt beliebt. Dass jemand unschuldig sterben muss und sein Geist keine Ruhe findet, ist in allen Kulturen nachvollziehbar. Und die Vorstellung, dass uns das Gespenst Angst einjagt und uns umbringen will, verunsichert uns nachhaltig.“

Gespenst mit Handy
„Auch ohne Gewaltszenen ist dieser Film zum Fürchten“, sagt Produzent Andrew A. Kosove. „Gruselig wird er durch unerwartete Ereignisse, die uns psychisch schockieren.“

„Indem wir ein ruheloses Gespenst mit der Handy-Technik kombinieren, variieren wir das klassische Geistergenre auf zeitgemäße Art“, sagt Produzentin Lauren C. Weissman. „Das Konzept eines ,Todesanrufs‘, einer Handy-Nachricht, die den Tod des Opfers in drei Tagen ankündigt, ist gruselig, macht aber auch Spaß.“

Bei Anruf Tod
Dazu meint Produzent Broderick Johnson: „Bei diesem Anruf erklingt nicht der übliche Klingelton, und wenn man die Nachricht abruft, stellt man entsetzt fest, dass man den eigenen Tod mitanhört.“

Bei der amerikanischen Aufbereitung des japanischen Vorbilds zu „One Missed Call“ verließen sich die Filmemacher auf das Talent des Romanschriftstellers und Drehbuchautors Andrew Klavan – er ist ein Fan des japanischen Horrorgenres („J-Horror“). Klavan erinnert sich: „Produzent Scott Kroopf schickte mir die DVD mit dem Originalfilm. Ich war damals gerade auf Reisen und schaute mir die DVD auf meinem Laptop im Hotelzimmer an. Am Ende war ich derart verängstigt, dass ich mir die Hand vor Augen hielt und zwischen meinen Fingern weiter zusah. Ich wollte vorspulen, aber es gelang mir nicht – ich war einfach fasziniert.“

"Tödlicher Anruf" läuft ab Freitag in den heimischen Kinos.

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