09. Oktober 2009 19:55
„Der Kaiser ist tot, es lebe der Kaiser!“ Das könnte das Motto für alle Fans
von Kaiser Robert Heinrich I. (Robert
Palfrader) nach dem Ende der aktuellen Staffel von Wir sind Kaiser sein.
Denn wie ÖSTERREICH recherchierte, wird im ORF hinter verschlossenen Türen
eifrig an einem Konzept für eine neue Form der Kult-Serie (508.000 Seher und
30 Prozent Marktanteil zum Staffel-Start) gearbeitet.
Kaiser neu
Für Kaiser-Darsteller Robert Palfrader steht fest,
dass nach dem Ende der vierten Staffel im Februar 2010 mit Wir sind Kaiser –
zumindest auf absehbare Zeit – Schluss ist. Und Rudi Roubinek, Chefautor der
Serie und Darsteller von Obersthofmeister Seyffenstein meint: „Man darf ein
Format nicht totspielen, und es wird immer schwieriger, Gäste zu finden.“
Doch die ORF-Programmplaner wollen die Publikumslieblinge nicht so ohne
weiteres ziehen lassen. Im ORF-Zentrum auf dem Wiener Küniglberg laufen
daher die Gespräche zu Wir sind Kaiser neu.
Stillschweigen
Aktueller Plan: Wir sind Kaiser wird deutlich
weniger oft ausgestrahlt. Möglicherweise nur noch zwei bis vier Mal pro
Jahr. Dafür würde die Sendung länger als bisher und auch thematisch etwas
breiter aufgestellt. Und Wir sind Kaiser könnte dann vom Sendeplatz um 22
Uhr in den Hauptabend wandern. Als wahrscheinlich gilt ein Sendeplatz in der
Zeitzone um 21 Uhr.
Rund um das Projekt Wir sind Kaiser neu herrscht derzeit bei allen
Beteiligten noch Funkstille. Nur Wir sind Kaiser-Produzent Florian Gebhardt
dementiert die majestätischen Pläne nicht und meint: „Momentan kann ich dazu
noch nichts sagen.“
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Rudi Roubinek (Seyffenstein) im ÖSTERREICH-Interview: "Robert will
nicht als Kaiser in Pension gehen."
ÖSTERREICH:
Herr Roubinek, ist die vierte auch die endgültig letzte Staffel von
„Wir sind Kaiser“? Rudi Roubinek: Man
darf ein Format nicht totspielen. Es ist mir lieber, wenn die
Zuschauer ein Format vermissen würden, als sie würden sagen, schön
langsam könnten die mit ihrer Sendung aufhören. Und ich verstehe
natürlich den Robert Palfrader, der nicht als Kaiser in Pension gehen
möchte. Dann gibt es noch einen zweiten, ganz pragmatischen Aspekt: Es
wird immer schwieriger, attraktive Gäste zu finden.
ÖSTERREICH: Woran liegt es? Roubinek:
Österreich ist ein kleines Land. Irgendwann ist einfach Schluss.
ÖSTERREICH: Gibt es noch Wunschgäste? Roubinek:
Alle Politiker. Es geht der dringende Appell an die Mitglieder der
Bundesregierung, an die Landeshauptleute, generell an das politische
System, sich doch zum Kaiser zu begeben. (schlüpft in die
Seyffenstein-Rolle) Denn Seine Majestät will die Probleme in
Österreich lösen. Die Politik soll diese Hilfe ruhig in Anspruch
nehmen.
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