Die Gewinnerfilme

"No Country for old men" strahlender Sieger

Erfolgreichster Film der Gala wurde mit vier Oscars "No Country for Old Men" von Joel und Ethan Coen. Der lakonische Thriller holte u.a. die beiden Oscars in den Königskategorien Bester Film und Beste Regie. Für die größte Überraschung sorgte die Auszeichnung von Marion Cotillard als Beste Schauspielerin.
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Gleich achtfach nominiert waren sowohl "No Country for Old Men" als auch das Ölsucher-Drama "There Will Be Blood". Doch nur der Film der Coen-Brüder konnte seiner Favoritenrolle gerecht werden. Das Regie-Duo trug den Academy Award für den Besten Film, die Beste Regie und das Beste adaptierte Drehbuch davon. Zudem wurde Javier Bardem für die Beste Nebenrolle ausgezeichnet. Bardem ist damit der erste spanische Schauspieler, der mit einem Academy Award ausgezeichnet wurde. "No Country for Old Men" ist der zwölfte und bisher kommerziell erfolgreichste Film der Coen-Brüder.

Daniel Day-Lewis setzt sich durch
"There Will Be Blood" musste sich dagegen mit nur zwei Oscars zufriedengeben: Daniel Day-Lewis erhielt für seine Hauptrolle als tyrannischer Ölunternehmer den Oscar als Bester Darsteller, zudem wurde der Film für die Beste Kamera ausgezeichnet. Mehr Oscars konnte überraschend der dreifach nominierte und ebenso oft ausgezeichnete Spionage-Thriller "The Bourne Ultimatum" einfahren. Nicht nur die Oscars für den Besten Ton und für den Besten Ton-Schnitt, sondern auch jenen für den Besten Schnitt konnte der Film mit Matt Damon einheimsen.
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Edith Piaf kehrt im Geiste zurück: Marion Cotillard brilliert
Seit Simone Signorets Erfolg im Jahr 1960 hatte es keinen Award für eine französische Hauptdarstellerin gegeben. Zu Tränen gerührt, nahm Marion Cotillard den Oscar als Beste Hauptdarstellerin in "La vie en rose" entgegen.
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"Ratatouille" bester Animationsfilm
Der in Paris spielende und fünffach nominierte US-Film "Ratatouille" erhielt den Oscar für den Besten Animationsfilm.
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George Clooney und Cate Blanchett gehen leer aus
Zu den Verlierern der ausgeglichenen Oscar-Nacht zählte mit Sicherheit Tony Gilroys siebenfach nominierter Anwalts-Thriller "Michael Clayton" mit George Clooney. Er erreichte lediglich den Oscar für die Beste Nebendarstellerin. Tilda Swinton konnte sich hier überraschend gegen die als Favoritin gehandelte Cate Blanchett ("I'm Not There") durchsetzen. Blanchett ging heuer damit - obwohl mit der Hauptrollen-Nominierung für "Elizabeth - Das Goldene Zeitalter" gleich mit doppelter Chance - völlig leer aus. Sehen Sie hier den Trailer zu "Michael Clayton"!
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Gala mit wenig Überraschungen
Ansonsten gab es in der insgesamt recht unpolitischen Gala wenig Überraschungen und schon gar keine Aufreger. Moderator Jon Stewart führte die 3.500 Gäste im Kodak Theatre in Hollywood sowie die mehreren hundert Millionen Fernsehzuschauer fast schon ein bisschen zu souverän durch den Abend.

Bereits nach wenigen Augenblicken kam er auf das Ende des Drehbuchautoren-Streiks zu sprechen, gab sich aber vor allem erleichtert, dass die Show stattfinden konnte. Die kommenden Präsidentschaftswahlen kamen mehrfach in der Eröffnungs-Moderation vor. So meinte Stewart, mit seinen 80 Jahren wäre "Oscar" wohl automatisch Spitzenkandidat bei den Republikanern.

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