Salzburgs Festspiel-Queen zieht Bilanz

ÖSTERREICH-Interview

Salzburgs Festspiel-Queen zieht Bilanz

ÖSTERREICH: Wie lautet Ihre Bilanz der Festspiele 2017?

Helga Rabl-Stadler: Wir verbuchen in der laufenden Saison einen ungeheuren Erfolg beim Kartenverkauf. Wir haben täglich Karten um 100.000 Euro verkauft – auch für Vorstellungen, für die es vorher noch genügend Karten gab, wie Lady Macbeth von Mzensk oder Wozzeck. Das hat es in dieser Form noch nie gegeben.

ÖSTERREICH: Wie ist das gelungen?

Rabl-Stadler: Man sieht, wie wichtig Mundpropaganda ist – und dass sich das Bestellverhalten geändert hat.

ÖSTERREICH: Wieso lief die Mundpropaganda so gut?

Rabl-Stadler: Wir haben mit dem Programm den Nerv der Zeit getroffen, sind auf die Probleme dieser Zeit eingegangen – ohne mit belehrendem Zeigefinger zu agieren. Ich glaube, es ist dem neuen Intendanten Markus Hinterhäuser gelungen, die Festspiele als Epizentrum des Besonderen zu verwirklichen.

ÖSTERREICH: Was hat Sie persönlich am meisten gefreut?

Rabl-Stadler: Dass der künstlerische Erfolg auch einen ökonomischen Erfolg gebracht hat. Mein Lieblingszitat – „Riskiko ist die Bugwelle des Erfolgs“ – hat sich wieder bewährt. Wir haben ein risikoreiches Programm, das uns künstlerisch und finanziell eine reiche Ernte beschert hat.

ÖSTERREICH: Wie viele Intendanten haben Sie schon erlebt?

Rabl-Stadler: Es ist der sechste … Und ich glaube, dass es wichtig ist, in einem Haus, das sich im Sommer von 210 auf über 3.000 Mitarbeiter erweitert, eine zu haben, die alle auf das gemeinsame Ziel einschwört – die besten Festspiele der Welt zu machen. Ch. Hirschmann

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