Alle wollten nur Schrott sehen

Don Giovanni

Alle wollten nur Schrott sehen

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Aufgeregtes Getuschle, traumhafte Roben, noble Karossen. Vor der ersten Opernpremiere herrschte bei den Salzburger Festspielen eine Stimmung, die das Flair einer Oscar-Gala nicht zu scheuen brauchte.

Schrotts Auftritt
Kein Wunder, stand doch Don Giovanni im Haus für Mozart auf dem Spielplan. Maestro Bertrand de Billy dirigierte die Wiener Philharmoniker und in der Rolle des Leporello glänzte Erwin Schrott. Viele der Besucher kamen vor allem deshalb, um den 36-jährigen Bass-Bariton live zu sehen. So auch ORF-Unternehmenssprecher Pius Strobl, er freute sich nach der Vorstellung: „Eine unfassbar gute Aufführung, eine der Sensationen für die Salzburg so berühmt ist!“ War Erwin Schrott in den Tagen vor Festspielbeginn noch gemeinsam mit seiner Verlobten, der schwangeren Sopranistin Anna Netrebko (35), gesehen worden, machte er sich in den letzten Tagen rar. „Der Künstler hat sich bei den letzten Proben so verausgabt, er musste Kraft für seinen Auftritt tanken“, hieß es von offizieller Seite.

Perfekt inszeniert
So kam es auch dass Netrebko tags zuvor, nur noch alleine gesichtet wurde, als sie raschen Schrittes am Triangel, vis a vis des Festspielhauses, vorbei ging. Die hochschwangere Diva wollte unbedingt bei der Premiere dabei sein. Einer, der zu Netrebko und Schrott gute Beziehungen hegt, ist Star-Regisseur Robert Dornhelm. Er, der mit Netrebko und Villazon La Bohème verfilmte kam gemeinsam mit Francesca von Habsburg zur Premiere. Ein Kleid schöner als das andere, ein Auftritt besser inszeniert, als der andere. Auch Bundeskanzler Alfred Gusenbauer wollte sich diesen kulturellen Hochgenuss nicht entgehen lassen. Ebenso wenig wie Claudia Schmied, Staatssekretär Christoph Matzenetter und Landeshauptfrau Gabi Burgstaller.

Für Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden, ohnehin ein Muss – sein Einzug mit dem Fahrrad (!) hat dabei schon bereits Tradition. Star-Galerist Thaddaeus Ropac bestritt zusammen mit Bianca Jagger den Opernabend und zeigte sich voller Freude auf den Mozartabend. Und während die noch den Schaulustigen vor dem Festspielhaus zuwinkten, begrüßte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler ihre Gäste. Die Grande Dame bestreitet bei den „Spielen“ rund 200 Termine, doch dieser Abend stellte bereits ein besonderen Glanzpunkt im Festspielsommer 2008 dar.

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