Bandenboss ist erst 11

20 Raubüberfälle

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Bandenboss ist erst 11

Wien. Im Vergleich zum Vorjahr ging in Wien laut Polizei die Jugendkriminalität zwar leicht zurück. Erschreckend ist für die Ermittler der Sondereinsatzgruppe „Jugend“ jedoch, mit welcher Brutalität die Halbstarken ihre Opfer zum Teil traktieren. „Und viele unter 14-Jährige wissen ganz genau, dass wir ihnen nichts anhaben können, sie werden deshalb zu Bandenchefs“, sagt Robert Pöttler, Chef der „Jugend“-Truppe.

Schüler (11) beauftragte mehr als 20 Raubüberfälle
Der jüngste bekannte Gang-Chef sei bei seinen ersten Delikten gerade Mal elf Jahre alt gewesen. Der Bub aus Ex-Jugoslawien habe bei mehr als 20 Raubüberfällen die Opfer ausgewählt – seine Gang war vor allem in Landstraße, Rudolfsheim und in der Brigittenau umtriebig.

„Derzeit kennen wir insgesamt 20 strafunmündige Serientäter in Wien“, so Pöttler.

Und die Kinder würden oft gar nicht wissen, wie schwer ihre Vergehen seien – auch nicht die älteren. „Erst wenn sie ins Gefängnis müssen, wird ihnen das volle Ausmaß ihrer Straftaten bewusst“, berichtet Oberstleutnant Robert Klug.

14-köpfige Jugendgang machte Parks unsicher
Immerhin zeigt die Arbeit der Sondereinsatzgruppe Wirkung. Zuletzt ging den Ermittlern eine 14-köpfige Jugendgang ins Netz. Die Kinder waren im Alter zwischen 14 und 17 Jahre. „Ihr ‚Stützpunkt‘ war die Lugner City. Im Vogelweidpark, im Märzpark und im Währinger Park raubten sie ihre gleichaltrigen Opfer aus. Ihre Beute – vor allem Handys und iPods – machten sie sofort zu Geld“, so Pöttler.

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