Camilla kommt nicht zu Diana-Gedenkgottesdienst

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Camilla kommt nicht zu Diana-Gedenkgottesdienst

Die zweite Ehefrau von Prinz Charles, Camilla, hat ihre Teilnahme an dem Gedenkgottesdienst zum 10. Todestag von Prinzessin Diana in letzter Minute abgesagt. Sie fürchte, ihre Anwesenheit am kommenden Freitag könne die Aufmerksamkeit vom Ziel der Veranstaltung ablenken - Dianas Leben und Wirken, teilte das Büro von Thronfolger Prinz Charles am Sonntag mit. Die Teilnahme der Herzogin von Cornwall (60), die schon zu Dianas Zeiten die Geliebte von Charles war, war in der britischen Öffentlichkeit umstritten.

Unterstützung von der Queen
Die Entscheidung Camillas, nicht am Gedenkgottesdienst für Prinzessin Diana teilzunehmen, ist von der britischen Königin unterstützt worden. Eine Sprecherin des Buckingham-Palastes sagte, Elizabeth II. habe die Absage der zweiten Ehefrau von Prinz Charles mitgetragen.

Hass-Mails erhalten
Es wäre "Wahnsinn" gewesen, wenn Camilla zu der Trauerfeier gekommen wäre, sagte Ingrid Seward vom britischen Königshaus-Magazin "Majesty". Die Erfahrung wäre für die Herzogin von Cornwall "schrecklich" gewesen. Zeitungen berichteten, die 60-Jährige habe zuvor zahlreiche Hass-Mails bekommen.

Teilnahme heftig diskutiert
Die Teilnahme von Camilla, die über Jahre Charles' Geliebte war, wurde in Großbritannien lange Zeit heftig diskutiert. Viele bezeichneten es als einen Skandal, dass Dianas Gegenspielerin an der Trauerfeier am kommenden Freitag in der Guard's Chapel in London dabei sein sollte. Camilla hatte am Sonntag in letzter Minute abgesagt, weil sie fürchtete, mit ihrer Teilnahme die Aufmerksamkeit von Dianas Leben und Wirken abzulenken.

Fanlcub erleichtert
Joan Berry vom Fanclub "Diana Appreciation Society" sagte, sie sei sehr erfreut. "Nach einem Lotto-Gewinn könnte ich nicht fröhlicher sein." Nach Meinung britischer Königshaus-Korrespondenten ist die Absage eine "große Erleichterung" für den Palast. Diana war am 31. August 1997 bei einem Autounfall in Paris mit ihrem Freund Dodi Al Fayed und ihrem Fahrer umgekommen.

Prinzen wünschten Anwesenheit
Die Prinzen William und Harry hatten Camillas Anwesenheit ausdrücklich gewünscht. Die Herzogin erklärte, sie fühle sich von der Einladung geehrt. "Ich danke meinem Ehemann, William und Harry dafür, dass sie meine Entscheidung unterstützen." Der ehemalige Pressesekretär der Queen, Dickie Arbiter, kritisiert in der BBC Camillas "Wankelmut", sie hätte sich eher entscheiden sollen.

Camilla wurde lange als "Rottweiler" verschmäht - seit ihrer Hochzeit mit Charles im Jahr 2005 gewann sie aber zunehmend das Vertrauen der Briten. Diana war bei einem Autounfall am 31. August 1997 in Paris zusammen mit ihrem Freund Dodi Al Fayed und dem Fahrer des Wagens ums Leben gekommen.

Gottesdienst
Bei dem Gottesdienst in der Londoner Guard's Chapel werden die Prinzen William und Harry ihrer Mutter mit einer Ansprache gedenken. Außerdem wird auch Dianas älteste Schwester Sarah McCorquodale an die verunglückte Prinzessin erinnern, teilte Charles' Büro Clarence House mit. Zu der Feier sind 500 Menschen geladen, darunter Queen Elizabeth, Charles und Dianas Familie.

Willam und Harry, die bereits ein Popkonzert zum Gedenken an ihre Mutter organisiert haben, spielen auch bei der Vorbereitung des Gottesdienstes eine entscheidende Rolle. Die Prinzen waren 15 und 12 Jahre alt, als Diana im Alter von 36 Jahren ums Leben kam.

Illustre Popsänger anwesend
Zu den Teilnehmern des Gottesdienstes gehören auch die Popsänger Elton John und Cliff Richard sowie Dianas Lieblingsfotograf Mario Testino. Premierminister Gordon Brown wird ebenso anwesend sein wie der damalige Regierungschef Tony Blair. Brown würdigte am Sonntag Dianas Verdienste. Sie sei eine "außergewöhnliche Frau" gewesen, und ihre Arbeit habe Millionen in Großbritannien und auf der ganzen Welt berührt, schrieb er in der "Mail on Sunday".

Nicht auf der Gästeliste stehen die Freundinnen der Prinzen, Kate Middleton und Chelsy Davy. Auch der Ex-Butler von Diana, Paul Burrell, und der Vater von Dodi, Mohamed Al Fayed, sind nicht eingeladen. Beide hatten die Königsfamilie immer wieder kritisiert.

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