16. April 2008 15:41
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Abermals nicht erschienen ist Mittwochnachmittag jene Innsbruckerin, die
sich wegen dem Vorwurf der "gefährlichen Drohung mit Todesfolge" gegen den
CSI-Miami-Star David Caruso vor dem Innsbrucker Landesgericht verantworten
hätte müssen. "Letzte Woche war sie noch bei mir in der Kanzlei. Sie sagte,
sie werde heute erscheinen", erklärte ihr Verteidiger. Jetzt wird die Frau
von der Polizei österreichweit gesucht.
Verteidiger hofft auf Freispruch
Verteidiger Günther Gast hofft
auf einen Freispruch seiner Mandantin. Der US-Schauspieler Caruso habe sich
nie ernsthaft bedroht gefühlt, sagte Gast gegenüber Journalisten nach der
Vertagung. Die damals 40-jährige Frau hatte nach fast 100 unerfüllten
Autogrammwünschen Caruso und seiner Lebensgefährtin per in Miami
aufgegebenem Brief mit dem Tod gedroht: "Ich werde Dich und Deine hässliche
Latino-Schlampe umbringen."
Die Innsbruckerin war schon dem ersten Gerichtstermin am 19. Juli
vergangenen Jahres ferngeblieben. Lediglich ihr Lebensgefährte und eine
Vertraute der Beschuldigten sowie ihr Verteidiger waren zum
Verhandlungstermin erschienen.
Auslieferungsbegehren abgelehnt
Ins Rollen gekommen war der Fall
durch einen Schriftabgleich der in den Autogrammansuchen und im Drohbrief
handschriftlichen Zeilen. Nach Bekanntwerden der Spuren nach Österreich
hatte das amerikanische FBI das Bundeskriminalamt um Unterstützung gebeten.
Ein amerikanisches Auslieferungsbegehren war abgelehnt worden. Bei einer
Verurteilung drohen der Frau bis zu drei Jahre Haft. Für eine Einweisung in
eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsprecher sei die laut Gutachten
"eingeschränkte Dispositionsfähigkeit" seiner Mandantin nicht ausreichend,
teilte der Verteidiger Journalisten mit.