Rainhard Fendrich

"Diese Auszeit nehme ich mir!"

Es ist ein wahrer Arbeitsmarathon, den Tausendsassa Rainhard Fendrich in diesem Jahr bisher ablegte. Schauspieler, Songwriter, Operettendarsteller und Top-Barde. Es scheint fast, als gäbe es kein Metier in dem der 53-jährige Wiener nicht zu Hause ist.

Bis 15. August brilliert er noch in Mörbisch als Leopold bei den Seefestspielen. Selbstkritisch zog er bei der DVD-Präsentation des Open-Air-Megaspektakels am Neusiedlersee eine Zwischenbilanz. Er sei mit der Operette an seine gesanglichen Grenzen gestoßen – davon hat sein Publikum nichts gemerkt. Sie lieben Fendrich in der Rolle des fidelen Oberkellners des Weißen Rössls.

Dauereinsatz
Doch mit Monatsmitte ist bei ihm noch lange nicht die Ferienzeit erreicht. Im Gegenteil. Denn es liegen vor ihm noch zahlreiche Auftritte sowie sein Engagement in den Wiener Kammerspielen. Schon bei der erfolgreichen Premiere im Februar durfte er sich dort über ungespieltes Lob seiner Kollegen freuen.

Privat ist Privat
Im Gegensatz dazu könnte es bei ihm noch so freudvoll zugehen. Über den exakten Status quo seiner Liaison mit der Schauspielerin Ina Nadine Wagler (33) schweigt sich der Pop-star in der Öffentlichkeit aus. Auf die Frage nach einer geplanten Hochzeit erntet man von ihm ein resolutes „Kein Kommentar. Privat ist privat!“ Und überhaupt will sich Rainhard Fendrich selbst ein wenig mehr Zeit schenken. Im ÖSTERREICH-Talk verriet er, dass er sich schon Ende des Jahres in eine Auszeit begibt.

Das Interview

ÖSTERREICH: Ihr Engagement in Mörbisch endet bald. Gibt es nach dieser Zeit ein Resümee, das Sie ziehen können?

Rainhard Fendrich: Es hat mir wahnsinnigen Spaß gemacht. Ich bin an die Grenze meiner Fähigkeiten gegangen. Vor allem aber bewundere ich den Harald Serafin – er ist ein echter Vollblut-Entertainer.

ÖSTERREICH: Folgt nach den Seefestspielen ein Urlaub?

Fendrich: Nein, es geht gleich mit Volldampf weiter. Insgesamt spiele ich noch 60 Konzerte bis zum 15. Dezember. Dazwischen trete ich weiter in den Kammerspielen auf. Aber es ist Licht am Ende des Tunnels in Sicht.

ÖSTERREICH: Wie meinen Sie das?

Fendrich: Nicht im sprichwörtlichen Sinn. Ich werde einfach eine Pause einlegen. Die kann nur ein paar Monate, oder aber auch ein Jahr dauern.

ÖSTERREICH: Da werden Sie Ihren Fans aber abgehen. Wovon hängt die Länge der Auszeit ab?

Fendrich: Es hat mit Dingen wie meiner Arbeit an einem neuen Album zu tun. Außerdem habe ich mich nach 30 Jahren (lächelt) in dem Geschäft dazu entschlossen, einfach mal das zu tun, was mir taugt.

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