Holland-Kicker weint um tote Tochter

Familientragödie

© Bongarts/ Getty

Holland-Kicker weint um tote Tochter

Die Frau von Teamverteidiger Khalid Boulahrouz hatte am Mittwoch nach Schwangerschaftskomplikationen in Lausanne eine Frühgeburt erlitten, die Tochter der beiden ist dabei gestorben.

Boulahrouz hatte deshalb das Training und Team am Mittwoch verlassen, will aber am Samstag spielen. Das Team zeigte sich über den Vorfall bestürzt. Termine der Spieler mit niederländischen Medienvertretern wurden abgesagt. Nur Trainer Marco van Basten und Goalie Edwin van der Sar sollten am Donnerstagnachmittag eine kurze Pressekonferenz geben. Der Verband entschied sich am Samstag im Viertelfinale gegen Russland mit einem Trauerflor an.

Boulahrouz war für den verletzten Ryan Babel in den niederländischen EM-Kader nachnominiert worden, stand jedoch in allen drei Gruppenspielen in der Startformation und entwickelte sich zu einem Leistungsträger in der Defensive der bisher begeisternden Elftal.

Van Basten: "Habe Verständnis"
"Ich verstehe, dass es für Khalid sehr schwer ist, und wir versuchen alle, ihn so gut wie möglich zu unterstützen", sagte Marco van Basten voller Anteilnahme am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Der Bondscoach stellte Boulahrouz frei, das EM-Quartier jederzeit zu verlassen. "Er kann immer zu seiner Frau."

Boulahrouz' Einsatz im EM-Viertelfinale am Samstag (20.45 Uhr) in Basel gegen Russland ist wegen der Familientragödie fraglich. "Dennoch müssen wir uns irgendwann auf das Spiel konzentrieren. Das versteht er - und das will er auch so", so van Basten. Grundsätzlich stehe Boulahrouz für die Partie bereit. Der ehemalige HSV-Profi war bei allen drei Vorrundensiegen gegen Italien (3:0), Frankreich (4:1) und Rumänien (2:0) in der Anfangsformation gestanden.

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