28. Juni 2009 22:07
Mehr als drei Stunden lang nahmen Polizisten den Arzt Jacksons am Sonntag in
die Mangel: Doktor Conrad Murray (51) wird zunehmend zur Schlüsselfigur.
Laut Polizei ist er „kooperativ“, die Familie fordert nun aber eine zweite
Autopsie. Sie erwägt zudem eine Multi-Millionen-Dollar-Klage gegen den Arzt,
der Jackson erst elf Tage betreute.
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Sohn war beim Sterben dabei
Derweil sind neue tragische Details
zu den letzten Minuten des Stars aufgetaucht. Jacksons ältester Sohn Prince
Michael I. (12) musste den Todeskampf seines Vaters aus nächster Nähe mit
ansehen – und dachte zunächst an einen Scherz seines Vaters, wie eine
Vertraute der Familie der New York Post erzählte.
Spielte den Clown
„Der Horror des Ganzen ist, dass Prince dachte,
sein Vater würde wie so oft einfach den Clown spielen. Aber es war echt, und
dann sah er mit an, wie sie an ihm herumwerkten“, sagte Stacy Brown, eine
Biografin und Vertraute der Jacksons. „Prince war wie benommen, wie in
Trance starrte er hin“, so Brown.
Zuerst Morphium, dann Adrenalin ins Herz - der Ablauf der Ereignisse in
Jackos Villa:
- Um 11.30 Uhr injiziert Arzt Murray dem Sänger eine Dosis des starken
Schmerzmittels Demerol, das Morphium ähnelt.
- Plötzlich wird Jacksons Atmung flacher, er bricht zusammen. Der Bodyguard
und Murray legen den bewusstlosen Sänger auf ein Bett und beginnen mit der
Wiederbelebung. Murray sagte laut Verwandten schon zu diesem Zeitpunkt, dass
Jackson „völlig bleich“ war und sich „bereits kalt“ angefühlt habe.
- Der Arzt ist in Panik und setzt Jackson 40 Minuten nach der
Demerol-Spritze eine eine Adrenalin-Injektion mitten ins Herz. Damit sollte
sein Herz wieder zu schlagen beginnen.
- Verzweifelt wählte Bodyguard Tippy die Nummer von Joe Jackson, dem Vater
des Popstars. „Joseph hat geschrien, sie sollen endlich Hilfe holen“,
erzählt Brown. „Es gab einen riesigen Wirbel darüber, warum noch niemand den
Notruf gewählt hatte.“
- Erst um 12.21 Uhr wählte Bodyguard Tippy die Notrufnummer 911. Viel zu
spät. Die Sanitäter konnten später nichts mehr für den Sänger tun. Murray
hat immer mehr unangenehme Fragen zu beantworten.
„Nein, Daddy! Nein!“
Die Szenen im Krankenhaus von
Los Angeles waren dramatisch. Jacksons Kinder malten im Wartezimmer Bilder
für ihren Papa, als die Ärzte ihn schon längst verloren hatten. Als die
Todesnachricht kam, schrie Töchterchen Paris: „Nein, nein. Daddy! Nein,
nein, nein!“
Familie fragte nach Geld
Fast niemand kennt die Jacksons so gut
wie Grace Rwaramba (42). 17 Jahre lang war sie Nanny beim King of Pop. Als
Jackson starb, war sie gerade in London. Dort erhielt sie nur wenige Stunden
nach dem Tod des Stars einen verstörenden Anruf.
"Wo ist das Geld versteckt?"
Einer von Jackos
Verwandten (den Namen wollte Rwaramba nicht nennen) wollte sofort wissen:
„Wo hat er in der Villa sein Geld versteckt?“ Die Nanny geschockt: „Ich
konnte es nicht glauben. Sie hatten Michael erst wenige Stunden zuvor
verloren und schon rief einer an und wollte wissen, wo das Geld ist.“
Magen oft ausgepumpt
Wegen seiner Medikamentensucht habe sie sich
immer Sorgen gemacht, erzählt Rwaramba. Er habe immer viele Medikamente
gemixt und gleichzeitig fast nichts gegessen. „Ich musste ihm mehrmals den
Magen auspumpen“.
Zudem erzählte Rwaramba, dass Jackson keine Ahnung von Geld gehabt hätte.
Und seine Kinder hätten es immer gehasst, in der Öffentlichkeit Masken zu
tragen.