Mama Polster: Lisi wusste alles!

Interview

 

Mama Polster: Lisi wusste alles!

ÖSTERREICH: Frau Polster, sind Sie enttäuscht von Ihrer Schwiegertochter, dass sie einen derartigen Rosenkrieg eröffnet hat?

Waltraud Polster: Ich hatte immer ein gutes Verhältnis zur Lisi und liebe sie wie mein eigenes Kind. Wie haben sogar gemeinsam Reisen unternommen. In der Vorwoche hat sie mich noch besucht. Da habe ich zum ersten Mal versucht, mit Lisi über die Scheidung zu sprechen. Aber ohne Erfolg. Ich habe zur ihr gesagt: ‚Lisi, sag mir was du willst, und ich rede mit dem Toni. Versuchen wir, es in Ruhe zu lösen, denn was jetzt über die Bühne geht, ist nicht dein Niveau.' Aber die Lisi ist aufgesprungen, hat gesagt, dass sie das jetzt durchzieht, und verließ mein Haus mit Tränen in den Augen.

ÖSTERREICH: Nach der Veröffentlichung der Vermögenswerte entsteht der Eindruck, dass Ihr Sohn ein Geizkragen ist, der vor seiner Frau sein Vermögen verheimlichen will.

Polster: Wie Toni in der Öffentlichkeit dargestellt wird, geht wirklich unter die Gürtellinie. Ja, er ist sparsam, aber nicht geizig oder gierig. Lisi hatte immer ein gutes Leben. Sie konnte sich kaufen, so viel sie wollte, der Toni hat nie nachgefragt, wie viel sie mit der Kreditkarte ausgibt. Sie soll auch etwas bekommen, denn sie hat das Leben von Toni jahrelang mitgetragen. Aber das kann man auch anders regeln.

ÖSTERREICH: Verstehen Sie, war­um Lisi Polster sich von Ihrem Sohn trennen will?

Polster: Der Toni hat mir einmal gesagt, dass die Lisi nicht so eine Ehe führen will wie ich mit meinem Mann. Aber mein Leben ist gar nicht mit jenem von der Lisi vergleichbar. Ich habe 36 Jahre gear­beitet und auch zwei Kinder großgezogen, auf die ich beide stolz bin. Neben dem Job habe ich den Toni als Kind zum Fußball gebracht, ihn

zu Matches begleitet. Diesen Stress kennt die Lisi gar nicht, weil sie ihn nie hatte.

ÖSTERREICH: Hat Ihr Sohn versucht, die Ehe zu retten?

Polster: Ich habe immer versucht, mich aus der Ehe rauszuhalten. Aber was ich weiß: Toni hat einiges unternommen, um die Ehe zu retten. Er ist sogar zur Paartherapie mit Lisi gegangen.

ÖSTERREICH: Ihre Noch-Schwiegertochter behauptet, dass sie vom Vermögen Ihres Sohnes nichts wusste. Können Sie das glauben?

Polster: Sie wusste alles, was da ist. Lisi hatte in alles Einblick gehabt. Sogar ich weiß über die Wohnungen Bescheid. Denn solange die beiden im Ausland lebten, habe ich mich um alles gekümmert. Ich habe für Toni die Überweisungen der Kreditraten erledigt und vieles mehr. Als die beiden nach Wien übersiedelt sind, habe ich Lisi alles übergeben, damit sie sich selbst darum kümmert.

ÖSTERREICH: Wann haben Sie eigentlich gemerkt, dass es in der Ehe Ihres Sohnes kriselt?

Polster: Das liegt schon länger zurück. Da lebten sie noch in Köln. Als Toni beruflich einmal in Wien war, haben wir uns getroffen, und da hat er mir von Problemen erzählt.

ÖSTERREICH: Sie kennen Lisi Polster seit über zwanzig Jahren. Hat sie sich in letzter Zeit stark verändert?

Polster: Ja. Vor allem ihre Sprache und ihre Ausdrucksweise hat sie plötzlich stark geändert. Ich habe mich gefragt, was jetzt wieder los ist. Ehrlich gesagt habe ich ihre Veränderung auf eine Midlife-Krise zurückgeführt.

ÖSTERREICH: Wenn Lisi nach der Scheidung zu Ihnen kommen würde, würden Sie sie in ihr Haus lassen?

Polster: Mein Herz schlägt immer noch für Lisi. Ich würde sie in den Arm nehmen und sie fragen, was ihr da passiert ist. Und dann würde ich ihr einen Neustart vorschlagen.

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