Gegen Kaution

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"Men in Black"-Star Rip Torn wieder frei

Der amerikanische Film- und Fernsehschauspieler Elmore "Rip" Torn (78) ist nach Zahlung von 100.000 Dollar (71.875 Euro) Kaution wieder auf freiem Fuß. Am Montag erschien der "Men in Black"-Star in Cowboystiefeln und mit Handschellen und Fußfesseln nach einem Wochenende hinter Gittern vor Gericht im US-Staat Connecticut, berichtete die Zeitung "Hartford Courant". Zu den Vorwürfen - Einbruch in eine Bank, Sachbeschädigung und unerlaubter Waffenbesitz - äußerte er sich zunächst nicht. Der nächste Gerichtstermin wurde für den 17. Februar festgesetzt.

Niemanden bedroht
Sein Mandant sei bei der Festnahme in einem Bankgebäude verwirrt gewesen und habe angenommen, er sei in seinem eigenen Haus, erklärte Torns Anwalt A. Thomas Waterfall bei der Anhörung vor Gericht. "Offensichtlich war er nicht dort, mit der Absicht, ein Verbrechen zu begehen", sagte Waterfall. Auch habe er niemanden mit seiner Waffe bedroht. Torn wollte sich jetzt in einer Entzugsklinik behandeln lassen, berichtete der Internetdienst "Tmz.com".

Die Polizei hatte Torn in der Nacht zum Samstag in einem Bankgebäude in der Kleinstadt Salisbury festgenommen. Nach dem Einschlagen einer Fensterscheibe war der Alarm losgegangen. Der Schauspieler war volltrunken und hatte eine geladene Waffe bei sich. Laut Polizeibericht war Torn "höchst verwirrt". Er hatte keine Schuhe an und trug eine Pistole in der Hosentasche. Bei der Festnahme habe er dauernd gefragt, warum man ihn aus seinem Haus holen würde.

Oscar-Nominierung
Torn stand zuletzt in dem Film "Happy Tears" neben Demi Moore, Parker Posey und Ellen Barkin vor der Kamera. Das Familiendrama von Regisseur Mitchell Lichtenstein war im vergangenen Jahr bei der Berlinale zu sehen. Torn trat in dem Film "Marie Antoinette" als König Ludwig XV. auf, war in "WonderBoys" und "Men in Black" zu sehen und wurde 1983 für seine Nebenrolle in "Cross Creek" für einen Oscar nominiert. Fernsehzuschauer in den USA erleben ihn häufiger in der Comedy-Serie "30 Rock".

Erst vor einem Jahr war Torn wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen worden. Er fiel der Polizei auf, als er vor Weihnachten mit einem Tannenbaum auf seinem Wagendach den Seitenstreifen einer Landstraße befuhr. 2007 bekannte er sich in New York schuldig: Auch damals hatte er Alkohol getrunken und hinter dem Steuer gesessen.

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