Neuer Zeuge belastet Markus Rogan

Disco-Affäre

© APA/Robert Jaeger

Neuer Zeuge belastet Markus Rogan

Die Privatklinik Villa Stuart in Rom, Dienstagvormittag: Rogan unterzieht sich nach der Prügel-Affäre vom Samstag letzten medizinischen Tests. Wie sein Manager Ronnie Leitgeb bestätigt, "diagnostizierten die Ärzte, dass es sich um stumpfe Verletzungen durch Fremdeinwirkung handelt".

"Aufs Brutalste geschlagen"
Zu Mittag verlässt Rogan die Klinik dann in Richtung Hotel Parco Tirreno, wo sich auch sein Betreuer Paul Eder aufhält. Dem Schwimmstar geht es schlecht. In einem Statement an seine Fans äußert er sich nun: "Ich habe niemanden attackiert, gefährdet, angegriffen oder belästigt. Ich stehe dazu, dass ich von vier Männern in einem abgesonderten Raum aufs Brutalste geschlagen wurde. Die Rückkehr war ein Fehler."

Wahrheit kommt nun endgültig ans Licht
Anders die Version der Diskothek Shilling: "Rogan hat sich unkorrekt verhalten, weil er versucht hat, unerlaubt ins Lokal zu gelangen. Er ist von einer Höhe von 3,5 Metern gesprungen und hat sich dabei verletzt", sagt Sprecher Fabio Balini.

Aussagen eines Disco-Insiders zu ÖSTERREICH bringen nun die ganze Wahrheit ans Licht (siehe unten).

Rogan war offensichtlich angetrunken, wurde von den Türstehern insgesamt drei Mal mehr oder weniger unsanft aus dem Lokal geworfen und hüpfte immer wieder zurück über eine Balustrade in die Disco. Dabei – aber auch von den unsanften Rangeleien mit den Türstehern – hat sich Rogan die Verletzungen laut Insider allesamt zugezogen.

Roms Polizei ermittelt
Die Affäre beschäftigt mittlerweile die Gerichte: Rogan-Anwalt Mario Schiavon hat eine Anzeige gegen den Disko-Betreiber erstattet. Er sagt, es gebe Zeugen, die bestätigen, dass Rogan nicht betrunken war. Doch auch Schiavon meinte gestern, ein außergerichtlicher Vergleich wäre allemal besser. Das könnte ein Hinweis sein, dass Rogan sehr wohl etwas zu verbergen hat. Fakt ist: Es existiert ein Video, das zeigt, wie Rogan von Securities abgeführt wird.

Zeuge: "Er wurde 3x rausgeworfen - Ein Manager der Disco Shiling berichtet:

Der Manager über Rogans Zustand am Abend
"Markus Rogan war bis zum Umfallen betrunken. Er war zuerst im Restaurant und hat dort gefeiert. Als er ging, hat er sogar eine Weinflasche mitgehen lassen. Die Flasche ist ihm am Weg in die Disco zerbrochen."

Der Manager über Rogans Verhalten in der Diskothek
"Rogan ist danach mit der zerbrochenen Flasche in der Hand auf der Tanzfläche herumgestanden und hat ein wenig getanzt. Er hat andere Gäste mit der spitzen Flasche gefährdet. Deshalb mussten die Securities einschreiten. Drei von ihnen haben Rogan zum Ausgang begleitet."

Der Manager über die Gewaltanwendung der Securities gegenüber Rogan
"Rogan ist insgesamt drei Mal rausgeworfen worden, weil er immer wieder versucht hat, in die Diskothek zu gelangen. Beim dritten Mal hat er dann von einer Sicherheitskraft mehrere Fußtritte bekommen."

Das sagt Rogan

"Ich glaube, dass es keiner öffentlichen Rechtfertigung bedarf, dass ich nach Abschluss der Weltmeisterschaft mit einigen Schwimm-Kollegen ausgegangen bin. Was immer berichtet wird, ich habe niemanden attackiert, gefährdet, angegriffen oder belästigt. Auch wenn es aus heutiger Sicht ein Fehler war, in das Lokal zurückzukehren, rechtfertigt es nicht jene Form der Selbstjustiz, die mir widerfahren ist. Ich stehe dazu, dass ich von vier Männern in einem abgesonderten Raum aufs Brutalste geschlagen wurde. Hätte ich mich tatsächlich so danebenbenommen, warum hat man mich nicht einfach von der Polizei abführen lassen. Ich werde mich jetzt einige Zeit zurückziehen, um mich von meinen körperlichen und seelischen Blessuren zu erholen und über meine Zukunft nachzudenken. Den Rest überlasse ich den Anwälten."

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