26. November 2008 17:31
© oe24.at/Thomas Eberhard
Diese Fotos erregten die Gemüter: Im Café Segafredo (Leoben) küsste Richard
Lugner ein blondes Mädchen. 22 Jahre jung ist sie. Er habe zu viel
getrunken, bedauerte er den Vorfall ein paar Tage später. Mit oe24.at sprach
Mörtel über die Knutsch-Affäre.
Das erste Treffen
Zufällig lernte er Bettina kennen: "Schauen
Sie, da ist eine junge Dame in der Lugner City gewesen und wir haben gerade
ein Foto gebraucht für's Bezirksjournal, das heute herausgekommen ist. Da
können Sie das Originalfoto sehen. Da haben wir ein Foto gemacht in einem
Lokal und während wir auf's Essen gewartet haben, haben wir gesprochen."
Beim höflichen Smalltalk stellte sich heraus, dass Bettina aus Leoben kommt.
"Ich hatte für den Samstag der vergangenen Woche eine Einladung nach Leoben
zu einem Gala-Abend, das heißt die Straußengala", erinnert Richard Lugner
sich im oe24-Talk. Eigentlich wollte er seine Tochter zu der Veranstaltung
mitnehmen. Die war leider verhindert: "Sie musste absagen, weil sie am
Sonntag einen Benimmunterricht mit der Schule beim Elmayer absolviert hat."
Um keine Gerüchte zu schüren, entschied Richard sich, lieber keine Frau aus
Wien nach Leoben einzuladen – denn so hätte es wohl geheißen, er habe eine
neue Freundin. Eine Verabredung mit der hübschen Steirerin schien
unverfänglicher. Schließlich konnte das Mädchen bei ihren Eltern
übernachten. "Sie hat sich für diesen Abend besonders schön
gemacht. Sie hat sich ein Kleid gekauft um 300 Euro. Sie hat sich wirklich
bemüht und hat sich wirklich gefreut, dass sie da dabei war", erzählt
Baumeister Lugner.
Verführerischer Alkohol
Beim Gala-Dinner verstand man sich
offenbar bestens. "Dann sagt sie, ich würde ihr eine große Freude machen,
wenn wir noch nachher in ihr Stammbeisl ins Segafredo gehen. Da sind wir
dann auch noch hingegangen", schildert Richard Lugner den weiteren Verlauf
des Abends. Im Café wurde der prominente Besucher herzlich empfangen: "Uns
haben alle Leute von rundherum auf einen Drink eingeladen."
Mit steigendem Alkoholpegel fielen die Hemmungen. Eins führte zum anderen: "Da
hab ich dann halt ein bissl, und auch sie, beide haben wir zu viel
Schlagseite gekriegt. Deswegen waren wir ein bissl frech und sind uns sehr
nahe gekommen, wie man aus den Zeitungen sieht." Mehr ist allerdings nicht
passiert: Am Ende des Abends gingen beide getrennte Wege (oe24.at
berichtete).
Schlussstrich
"Wir haben zwei Tage später miteinander telefoniert
und haben dann gesagt, wir wollen uns nicht mehr sehen, weil sonst glauben
die Leute, wir sind ein Liebespaar und mit 56 Jahren Altersunterschied,
glaube ich, passt das nicht", erklärt Richard Lugner nüchtern.
"Da bin ich auch Realist genug, dass ich glaube, dass ein 20-jähriges
Mädchen sich nicht den überalterten Lugner nimmt." Und weiter: "Ich fühle
mich recht jung und wir haben uns ja auch gut verstanden. Das ist ja alles
unbestritten gewesen. Aber wir haben uns zu gut verstanden und gesagt, da
machen wir lieber einen Schlussstrich, bevor wir irgendetwas machen, das wir
vielleicht später bereuen."