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Schenk & Serafin: Das Ende einer Freundschaft Schenk & Serafin: Das Ende einer Freundschaft

Wegen Gastspiel

© Daniela Klemencic, APA/Helmut Fohringer

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Schenk & Serafin: Das Ende einer Freundschaft

Das Ende einer Lebensfreundschaft. Kammerschauspieler Otto Schenk (78) und Mörbisch-Intendant Harald Serafin (76) sind geschiedene Leute. Grund dafür: ein gescheitertes Gastspiel von Schenk bei My Fair Lady in Mörbisch im Sommer 2009.

Groll auf Serafin
„Das muss man sich einmal vorstellen“, tönt ein wutschnaubender Schenk Richtung Serafin. „Der sagt zu mir auf der Gasse, ich sei zu alt für die Rolle. Darüber hinaus könne ich nicht gut genug singen und tanzen könne ich schon gar nicht!“ Und ihm will partout auch nicht mehr der Name Serafins einfallen: „Wie heißt der Herr…? Egal, ich will diesen Namen auch gar nicht mehr in den Mund nehmen!“

Keine gekränkte Eitelkeit
Wer hinter der Enttäuschung Schenks gekränkte Eitelkeit vermutet, der irrt. Denn schließlich habe er so etwas nicht notwendig. Im gleichen Zug gibt er aber zu, sich mit der Idee, in Mörbisch mitzuspielen, an Serafin gewandt zu haben. Der war zuerst Feuer und Flamme. Und dann kam der, für Schenk unverständliche, Rauswurf. Zu gerne hätte er mit Helmut Lohner – er inszeniert 2009 – gearbeitet.

Doch daraus wird nun wohl nichts. „Natürlich wird Mörbisch auch ohne mich ein Erfolg. Dennoch glaube ich, dass sich das Publikum über die Facette Schenk sehr gefreut hätte!“, sagt der Bühnen-Grande im ÖSTERREICH-Talk.

Schenk half Serafin
Der Ärger sei groß, denn schließlich war es doch Otto Schenk, der Harald Serafin in den 70ern aus der Patsche half. „Ich habe mich seiner angenommen, als kein Hahn nach ihm krähte. Ich holte ihn in die Kammerspiele, an die Josefstadt und verschaffte ihm Engagements!“, so Schenk über jenen Mann, dessen Name nicht mehr über seine Lippen kommen will. Keine Wehmut bei Schenk, ob der früher schönen Zeiten mit Serafin? „Nein, nur noch tiefe Verachtung für seine Art und sein Direktorat!“

Foto: (c) Daniela Klemencic, APA/Helmut Fohringer

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