Showdown im Rosenkrieg von Toni und Lisi Polster

Ehe-Finale

© Kernmayer

Showdown im Rosenkrieg von Toni und Lisi Polster

Donnerstagabend: Opening-Party für das neue Appartement-Hotel MyPlace an der Rossauer Lände in Wien. Christian Niedermeyer ist da mit seiner neuen Ehefrau Petra, dazu Timna Brauer, Reinhard Jesionek, Magic Christian.

Und Lisi Polster: Am selben Tag als in Zeitungen groß über ihre bevorstehende Ehescheidung berichtet wird, zeigt sich die (Noch-)Kickergattin vergleichsweise gelöst und locker beim Society-Comeback. Das überrascht, da Lisi bisher immer lieber im Hintergrund stand, ihrem Ehemann gerne das Rampenlicht überließ.

Fürwahr: Toni hat es in der Vergangenheit gerne „polstern“ lassen. Am Spielfeld, auf der Bühne, im Society-Leben. Am kommenden Mittwoch steht ihm sein wichtigstes Endspiel bevor: die Scheidungsverhandlung mit seiner Noch-Ehefrau. Am Bezirksgericht Wien Hietzing wird der Schlusspfiff der fast zwanzigjährigen Ehe erfolgen. Doch wer wird als Sieger vom Platz gehen? ÖSTERREICH fragte bei den Top-Scheidungsanwälten des Landes nach, wer die besseren Karten hat.

Worum es geht
Fest steht, dass Lisi Polster genug vom Zurückstecken hat. Die Ernährungsexpertin fordert einiges von dem Vater ihrer beiden Kinder (Anton Jesus, 16, und Lisa Maria, 14). 3.000 Euro monatlichen Unterhalt, eine Ersatzwohnung in der Größe von 150 Quadratmetern und eine einmalige Zahlung in sechsstelliger Höhe will Lisi Polster als Entschädigung dafür, dass Toni schuld sein soll am Scheitern der Ehe.

Unter normalen Umständen hätte Lisi Polster die wohl besten Chancen, das finanzielle Golden Goal vor Gericht zu schießen, hätte sie sich vor acht Jahren nicht ein vielleicht spielentscheidendes Eigentor geschossen. Damals wurde (auf Wunsch von Lisi Polster) ein Ehevertrag von Toni Polsters jahrzehntelangem Vertrauten und Rechtsbeistand Skender Fani aufgesetzt. Damals gab sich Lisi mit 2.000 Euro monatlichem Unterhalt, plus einer 100-Quadratmeter-Wohnung sowie einer niedrigeren Zahlung zufrieden.

Das soll jetzt mehr werden. Denn: Als Hausfrau und Mutter will Lisi von dem beträchtlichen Vermögen ihres Mannes nichts Genaues gewusst haben. Weshalb ihre Rechtsanwältin Susanne Köck unter anderem wegen der „ehelichen Untreue des Herrn Polster“ den Ehevertrag anfechten will.

Ehevertrag regelt nicht alles
Österreichs Top-Scheidungsanwälte klären auf: Mit einem Ehevertrag kann man vieles, aber nicht alles im Voraus regeln. Denn das österreichische Gesetz nimmt immer auf die Lebenssituation der Ehepartner Rücksicht, darauf, ob Kinder zu versorgen sind, und – hingegen vieler Gerüchte – sehr wohl auf die Schuldfrage. „Beste Chancen hat Frau Polster bei ihrer Forderung nach mehr Unterhalt, denn zum einen muss der Ehepartner 33 Prozent seines Nettoeinkommens abtreten. Zum anderen gilt der im Vertrag festgehaltene Betrag von 2.000 Euro nicht“, erklärt Scheidungsexpertin Ursula Xell-Skreiner. Denn ebenso wie die ehehäuslichen Verhältnisse kann auf den Unterhalt nicht verzichtet werden.

„Ein Ehevertrag macht nur Sinn in Bezug auf Vermögen wie Immobilien, Sparbücher, Gold etc.“ In diesen Punkten stehen laut Experten Lisi Polsters Chancen weniger gut, denn es ist wohl nur schwer nachzuweisen, ob sie bei Vertragsabschluss tatsächlich nichts von Toni Polsters Vermögen wusste. Immerhin entging nicht einmal interessierten Fußballfans, um welche Vertragssummen Toni Polster im Ausland spielte. Und auch die zahlreichen Werbeverträge sind kein Geheimnis. Scheidungsprofi Eduard Wegrostek dazu: „Eine Täuschung in diesem Bereich zu beweisen, ist meist sehr schwierig. Sie sollte sich lieber auf die tatsächlich anfechtbaren Punkte konzentrieren.“ Auch Alfred Kriegler ist überzeugt: „In Sachen Gütertrennung fährt über den Vertrag die Eisenbahn.“

Top oder Flop?
Klar ist, dass die Verhandlung am Mittwoch für beide Parteien zu einer enormen Nervenschlacht wird. Die Taktik der Gegner könnte nicht unterschiedlicher sein: Während die sonst stille Lisi Polster die mediale Offensive sucht, zieht sich der sonst so wortgewaltige Stürmer in die Defensive zurück. „Kein Kommentar“, lautet es bis heute. Toni Polster will aus Rücksicht auf seine Kinder die mediale Schlammschlacht nicht weiter anheizen.

Expertin Xell-Skreiner, die oft Männer in Scheidungssachen vertritt, meint: „Ganz so einfach wird die Sache für Herrn Polster nicht. Ich würde ihm dazu raten, seiner Pflicht – sprich der geforderten Ersatzwohnung und dem höheren Unterhalt nachzukommen.“

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