Sorgerechtsstreit droht

Jackson-Kinder

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Sorgerechtsstreit droht

Michael Jackson hat Zeit seines Lebens ein großes Geheimnis um seine drei Kinder gemacht. Daher ist es wenig erstaunlich, dass nun unklar ist, wer das Sorgerecht für die Kinder bekommen soll. Klar scheint aber eines: Mit wahrscheinlich mehreren Anwärtern für das Sorgerecht wird sich das Schicksal der Kinder vor Gericht entscheiden.

Rowe mit guten Chancen
Für das Sorgerecht der zwei älteren Kinder hat deren Mutter Deborah Rowe Experten zufolge die besten Chancen. Für das dritte Kind, das von einer unbekannten Leihmutter ausgetragen wurde, wird Jacksons Letzter Wille maßgeblich sein.

Jackson hat seiner Familie nie gesagt, wer sich um die Kinder kümmern sollte, wie ein Freund der Familie der Nachrichtenagentur AP sagte. Der Sänger habe laut mehreren seiner Berater einen Letzten Willen verfasst, der aber schon mehrere Jahre alt sein könnte, sagte der Freund der Familie, der nicht namentlich genannt werden wollte. Die Kinder seien derzeit noch in der Obhut der Großfamilie Jackson.

Drei Kinder
Der "King of Pop" hinterließ drei Kinder: den zwölfjährigen Michael Joseph Jackson Jr., genannt Prince Michael, dessen elf Jahre alte Schwester Paris Michael Katherine Jackson und Prince Michael II. Der Siebenjährige ist Jacksons biologischer Sohn und wurde von einer Leihmutter ausgetragen, die bisher unbekannt blieb. Sie könnte sich nun zu erkennen geben. Sie hat jedoch bei einem eventuellen Bemühen um das Sorgerecht nur geringen Chancen, da sie vor der Geburt höchstwahrscheinlich alle Rechte vertraglich abgetreten hat, wie die Scheidungsanwältin Stacy Phillips erklärt.

Rowe, eine frühere Krankenschwester von Jacksons Hautarzt, heiratete den Sänger 1996. Drei Jahre später reichte sie die Scheidung ein und trat später auch ihren Anspruch auf das Sorgerecht ab. "Michael ist den Kindern ein wundervoller Vater gewesen. Ich strebe es nicht an, eine elterliche Verantwortung mit Michael zu teilen, weil er es so gut ohne mich macht", erklärte Rowe 2001. Als ihr Exmann zwei Jahre später jedoch wegen Missbrauchsvorwürfen festgenommen und angeklagt wurde, forderte sie das Sorgerecht zurück. 2006 einigten sich Jackson und Rowe offenbar außergerichtlich, Details sind nicht bekannt. Die Kinder blieben bei Jackson.

Sorgerecht bedeutet nicht Zugriff aufs Erbe
Wer auch immer das Sorgerecht bekommt, hat nicht auch automatisch Zugriff auf das Erbe, sagt Scheidungsanwältin Phillips, die bereits zahlreiche Prominente vertreten hat. "Das hat auch einen Vorteil - gewissermaßen eine gegenseitige Kontrolle." Rowe oder eine andere Person, der das Sorgerecht zugesprochen wird, wird Zahlungen aus Jacksons Vermögen erhalten, erklärt Phillips. Der Fall vor Gericht werde wahrscheinlich sehr kompliziert, warnt die Anwältin. "Bei allen Fällen, die ich gelesen habe, habe ich noch nie so eine Sachlage gesehen."

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