25. August 2009 06:56
Der Tod Michael Jacksons wird vom zuständigen Gerichtsmediziner als
Tötungsdelikt gewertet. Im Blut des Popstars seien das starke Narkotikum
Propofol, zwei Beruhigungsmittel sowie weitere Medikamente nachgewiesen
worden, sagte ein Behördenvertreter am Montag der Nachrichtenagentur AP. An
dieser Kombination sei Jackson verstorben.
Damit werden Ermittlungen wegen Totschlags gegen Jacksons Leibarzt Conrad
Murray immer wahrscheinlicher. Murray hat zugegeben, dem Popstar kurz vor
dessen Tod Propofol sowie mehrere Beruhigungsmittel verabreicht zu haben.
Sechs Wochen lang Betäubungsmittel
Aus Gerichtsunterlagen,
die am Montag in Houston veröffentlicht wurden, geht hervor, dass der Arzt
seinem prominenten Patienten schon etwa sechs Wochen lang ein
Betäubungsmittel gegen Schlaflosigkeit gegeben hatte.
Die Dosis von zunächst 50 Milligramm Propofol pro Nacht reduzierte Murray
nach eigenen Angaben um die Hälfte, weil Jackson abhängig zu werden drohte.
Dafür habe er das Anästhetikum mit den beiden Beruhigungsmitteln Lorazepam
und Midazolam ergänzt.
Am Tag vor Jacksons Tod habe er das Propofol weggelassen, sagte Murray den
Ermittlern. Am Morgen des 25. Juni habe er zunächst mit Valium und einer
Reihe anderer Medikamente versucht, Jackson zum Einschlafen zu verhelfen.
Gegen 10:40 Uhr habe er dem Drängen des Popstars nachgegeben und ihm 25
Milligramm Propofol verabreicht. Schließlich sei Jackson eingeschlafen.
Nach zehn Minuten verließ Murray seiner Aussage zufolge das Zimmer. Als er
zwei Minuten später zurückgekehrt sei, habe Jackson nicht mehr geatmet. Der
King of Pop war am 25. Juni im Alter von 50 Jahren an Herzstillstand
gestorben.