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Petzner: Polit-Abschied auf Raten

Nach BZÖ-Rücktritt

Petzner: Polit-Abschied auf Raten

Für ÖSTERREICH-Leser war der Schritt keine Überraschung. Donnerstag der vergangenen Woche trat Stefan Petzner (29) als BZÖ-Generalsekretär zurück. Insider sprechen von einem heftigen Streit mit Klubobmann-Stellvertreter Peter Westenthaler als Auslöser. ÖSTERREICH hatte bereits am 21. Februar über den bevorstehenden Split berichtet, sogar den Termin (unmittelbar nach Ostern) genannt. Petzner dementierte heftig. Politik eben.

14 Millionen Euro Umsatz. Fakt bleibt: Ab sofort hat Petzner (29) mehr Zeit für seinen derzeit wichtigsten Kumpanen: Richard Wagner (29) – heißt echt so.

Schon bis jetzt waren Petzner und Wagner ein umtriebiges Team: Beide PR-Männer, beide (Dienst-)Ferrari-Fahrer in Monaco und beide mit Hang zu perfektem Modestyling. Im Schnitt zweimal pro Monat flog Petzner bisher nach Monte Carlo, um für Wagners PR-Firma Wagner PR Communications (vier Mitarbeiter, drei Stammkunden und zehn bis 14 Millionen Euro Jahresumsatz) marketingstrategische Beratung zu leisten.

Drei bis vier Tage im Monat kommt Marketingprofi Wagner nach Wien in seine Döblinger Wohnung, Petzner wohnt im Multikulti-Grätzel am Brunnenmarkt in Wien-Ottakring. Zusammen gehen die beiden dann gerne in ihr Stammlokal, den Nobelitaliener Fabios in der Wiener City.

Modefreaks.
Ihr Tratsch geht dann auch viel über Mode, eine einende Leidenschaft. „Ich versuche immer, die Trends vor allen anderen zu erkennen“, sagte Petzner in einem Ö3-Interview. „Ich habe es schon geschafft, in zehn Minuten mehr als zehn Jeans zu probieren, um zu schauen, wie mir der Schnitt gefällt.“ Weggefährte Wagner bestätigt: „Er schwärmt immer von Dolce & Gabbana.“

Richard Wagner über sein Verhältnis zu Petzner („freundschaftlich“), seine Firma – und seinen Job.

ÖSTERREICH: Wie sind Sie auf Stefan Petzner als Mitarbeiter gestoßen?
Richard Wagner: Wir haben uns irgendwann im Jahr 2006 kennengelernt. Die darauffolgenden Wahlkämpfe haben mir sehr gut gefallen. Ausschlaggebend war für mich die Nationalratswahl von 2008, wo er mit Jörg Haider eine Partei von null auf 100 herausgestampft hat.

ÖSTERREICH: Und Sie haben dann bei einem Glas Wein nachgefragt, ob er bei Ihrer PR-Agentur arbeiten würde?
Wagner: Ich habe ihm das Angebot schon 2008 am Wahlabend gemacht. Er wollte noch abwarten, wie sich die politische Situation gestaltet – dann wollte er eine Entscheidung treffen.

ÖSTERREICH: Wie intensiv ist die Zusammenarbeit?
Wagner: Ich setze ihn momentan projektbezogen ein, weil bis jetzt seine politische Tätigkeit sehr viel Zeit in Anspruch genommen hat. Er kommt im Schnitt ein- bis dreimal pro Monat nach Monaco. Ich bin etwa drei oder vier Tage pro Monat in Wien, habe eine Wohnung im 19. Wiener Gemeindebezirk.

ÖSTERREICH: Wie sind Sie als 29-Jähriger schon so weit nach oben gekommen, mit einer PR-Agentur mit zehn bis 14 Mio. Euro Umsatz?
Wagner: Ich bin 20 Jahre voraus, sagen meine Kunden immer (lacht). Ich bin Wiener und habe 1998 die Matura in München abgeschlossen, bin auch in Bayern aufgewachsen. Danach wollte ich von niemandem abhängig sein und habe eine Ausbildung im Werbemanagement begonnen, danach einen Job bei einer Agentur in Monaco bekommen. Ein halbes Jahr später habe ich mich selbstständig gemacht, weil ich gemerkt habe: Wenn man mutig ist, kann man es auch selber schaffen.

ÖSTERREICH: Was macht Stefan Petzner vor allem bei Ihnen im Unternehmen?
Wagner: Stefan macht vor allem eine marketingstrategische Beratung, ich bin spezialisiert auf Werbekampagnen und PR.

ÖSTERREICH: Hat Ihnen Stefan Petzner schon einmal Kärnten gezeigt?
Wagner: Ich bin immer wieder seit meinem 16. Lebensjahr auf Urlaub in Kärnten, vor allem am Wörthersee. Stefan hat mir schon mal Klagenfurt gezeigt, aber Kärnten kenne ich auch so ganz gut.

ÖSTERREICH: Gehen Sie mit Petzner auch gemeinsam in Wien aus?
Wagner: Wenn ich in Wien bin, treffen wir uns schon immer wieder. Unser Stammlokal für Geschäftliches ist das Fabios in der Wiener City.

ÖSTERREICH: Welche Modetrends haben Petzner und Sie eigentlich ...
Wagner: Er schwärmt immer von Dolce & Gabbana. Ich habe keinen Lieblingsdesigner, es mir nur wichtig: immer körpergerecht.

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