Denver Clan-Star Forsythe ist tot

Er wurde 92

Denver Clan-Star Forsythe ist tot

Der Darsteller von "Blake Carrington" ist tot. John Forsythe, der den Patriarchen in der Serie "Der Denver Clan" von 1981 bis 1989 in mehr als 200 Folgen spielte, starb am Donnerstag in Kalifornien, wie seine Familie am Freitag (Ortszeit) mitteilte. "Er starb, wie er sein Leben lebte - mit Würde und Anmut", erklärte die Familie. Forsythe wurde 92 Jahre alt.

Das Fernsehen hat Forsythe weltweit berühmt gemacht, seine großen Rollen hatte er jedoch im Kino. In seinen ersten beiden Filmen, den Weltkriegsdramen "Blutiger Schnee" und "Bestimmung Tokio", waren es nur unwichtige Nebenrollen, doch dann spielte sich der große Schwarzhaarige aus New Jersey schnell nach vorn. Schon 1953 hatte er seine erste Hauptrolle neben dem großen Edward G. Robinson in dem Krimi "Das gläserne Netz".

"Immer Ärger mit Harry"
Krimis und Thriller von Alfred Hitchcock machten ihn endgültig zum Star, etwa der Spionagethriller "Topas". Eine seiner besten Rollen spielte er in "Immer Ärger mit Harry". In der rabenschwarzen Hitchcock-Komödie versucht Forsythe, neben diversen anderen Protagonisten, eine im Wald gefundene Leiche - eben "Harry" - verschwinden zu lassen.

Forsythe trat immer auch im Fernsehen auf, so Mitte der Sechziger Jahre in seiner eigenen "The John Forsythe Show". In den 70er Jahren war er nicht zu sehen, wohl aber zu hören: Die markante, tiefe Stimme, die in "Drei Engel für Charlie" den "Engeln" die Aufträge erteilt, war die von Forsythe. Auch in den Remakes in den Jahren 2000 und 2003 sprach er "Charlie". Üblicherweise verpflichteten die Studios ihn aber, weil er - groß, schlank und würdevoll mit vollem inzwischen ergrautem Haar - für die Rollen eines Richters, Patriarchen oder Unternehmenschefs wie geschaffen schien.

Seine berühmteste Rolle bekam Forsythe durch einen Zufall. Eigentlich war George Peppard ("Frühstück bei Tiffany") für die Rolle des "Blake Carrington" vorgesehen, doch der zerstritt sich mit dem Produzenten Aaron Spelling. Der entließ den Schauspieler und ließ alle Szenen mit dem Mann nachdrehen, der in seinen "Charlies Angels" den Titelgeber sprach. "Dynastie", wie die Serie im Original hieß, wurde zum Welterfolg und Forsythe, der als einziger in allen 220 Folgen mitspielte, wurde zum Weltstar. An der Seite seiner stets hingebungsvollen Krystle (Linda Evans) und gegen seine intrigante Ex-Frau Alexis (Joan Collins) lenkte er sein milliardenschweres Ölimperium - kalt und hart, aber immer würdevoll und geradlinig.

Hochzeit mit 84
Seine nächste Serie floppte, doch in Neufassungen sowohl von "Dynastie" als auch der "Engel" trat Forsythe noch einmal auf. Privat galt seine Leidenschaft teuren Rennpferden. Den schwersten Schicksalsschlag erlebte er 1994, als er die Apparate abschalten ließ, die seine schwer kranke und im Koma liegende Frau Julie noch am Leben hielten. Beide waren 51 Jahre lang verheiratet. Im Jahr 2002, nun 84 Jahre alt, hatte er noch einmal geheiratet.

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