Elton John: Baby ist da

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© Daniel Berehulak/Getty Images

Elton John: Baby ist da

Ein Weihnachtsbaby für Elton John! Pünktlich am 25. Dezember brachte eine US-Leihmutter in Kalifornien ein Baby für den Popstar und seinen Ehemann David Furnish (48) zur Welt.

Die beiden Väter gaben dem 3.600 Gramm schweren Buben den Namen „Zachary Jackson Levon“.

Die Identität der Leihmutter halten die frischgebackenen Eltern streng geheim. Auch, wer den Samen gespendet hat, wollten die beiden nicht verraten. Nur so viel: Sie seien „stolze und glückliche Eltern und überwältigt von Freude und Glück“, wie das Paar der Website UsMagazine.com erzählte.

Und: Der kleine Zachary sei gesund, und es gehe ihm ausgezeichnet.

Kinderwunsch schon seit längerer Zeit ein Thema
John und Furnish waren bereits zwölf Jahre ein Paar, als sie im Dezember 2005 nach einer Änderung der britischen Gesetze eine zivile Partnerschaft eingingen. Schon bald drängte der Filmemacher Furnish auf Kinder. Elton John fühlte sich aber zu alt, wie er erst kürzlich in einem Interview erzählte.

Er sei ständig auf Tourneen und hätte daher keine Zeit für Kinder, so John.

„Leihmutter-Service“ in den USA ab 30.000 Euro
Als aber im vergangenen Jahr sein langjähriger Keyboarder Guy Babylon nach einem Herzinfarkt verstarb, setzte ein Sinneswandel bei dem 62-jährigen Sänger ein: „Was gibt es Schöneres, als jemanden, den man verloren hat, durch jemanden zu ersetzen, dem man eine Zukunft geben kann?“, sagte er in dem Interview.

Gemeinsam mit seinem Ehemann wollte Elton John erst einen 14 Monate alten, HIV-infizierten Buben aus einem ukrainischen Waisenhaus adoptieren.

Die Behörden dort lehnten die Adoption jedoch mit der Begründung ab, der Sänger sei zu alt und außerdem nicht verheiratet: Gleichgeschlechtliche Partnerschaften werden in der Ukraine, wie auch in Österreich, nicht als gleichberechtigte Ehe anerkannt. Daraufhin entschloss sich das Ehepaar, eine Leihmutter zu suchen, die ihr Kind austragen sollte.

In Großbritannien, wo Elton John mit seinem Ehemann lebt, ist die Inanspruchnahme einer Leihmutter zwar legal, man braucht aber triftige Gründe dafür.

Darum weichen viele homosexuelle Paare in die USA aus. Dort sind Summen von umgerechnet 30.000 Euro aufwärts für das Austragen eines Babys keine Seltenheit.
Erfahrung mit Kindern hat das Paar jedenfalls bereits: Die beiden haben zehn Patenkinder, darunter die Kinder von Victoria Beckham und Elizabeth Hurley.

Die US-Schauspielerin war auch unter den ersten Gratulanten. Auf Twitter schrieb sie: „Ich gratuliere David und Elton und kann es kaum erwarten, Zachary zu knuddeln.“

599 Homo-Ehen bei uns
In Österreich gibt es für Homosexuelle die „Ehe light“ mit gewissen Rechten. Die Adoption von Kindern ist ihnen aber untersagt.

Seit 1. Jänner 2010 können in Österreich homosexuelle Paare ihre Partnerschaft offiziell eintragen lassen – ein eheähnlicher juristischer Pakt mit gewissen Pflichten und Rechten, wie etwa pensionsrechtlichen Ansprüchen. Die Adoption eines Kindes bleibt Homosexuellen in Österreich allerdings verwehrt.

Strenge Regeln
Auch ein Kind, das der Partner aus einer früheren heterosexuellen Beziehung mitbringt, darf nicht adoptiert werden. Lesbischen Frauen ist die künstliche Befruchtung untersagt.

Von Jänner bis Ende September haben sich in Österreich laut Statistik Austria 599 homosexuelle Paare trauen lassen. Etwa die Hälfte der Partnerschaften wurden in Wien geschlossen. Zwei Drittel der Paare sind männlich.

Autor: Maria Jelenko
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