Fuchsbergers große Liebe spricht

Ertrunken

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Fuchsbergers große Liebe spricht

Zehn Jahre waren sie glücklich. Thomas Fuchsberger († 53) – Sohn von TV-Legende Joachim „Blacky“ Fuchsberger (83) – und seine Lebens­gefährtin Cornelia Corba (41). Donnerstagnacht der Schock: Die Leiche des Journalisten wurde aus einem Fluss in Kulmbach (Deutsch­land) geborgen (ÖSTERREICH berichtete). Die Obduktion ergab: Tod durch Ertrinken. Hinweise auf Fremdverschulden gäbe es nicht, sagt die Polizei.

Vorwürfe
Cornelia hatte ihn am Donnerstag versucht, am Handy zu erreichen. Um 1.30 Uhr kam dann der Anruf von Fuchsbergers Mutter Gundula (80) mit der tragischen Meldung. Für sie brach eine Welt zusammen. „Wenn ich nur da gewesen wäre, dann wäre das alles nicht passiert“, sagt die Schauspielerin. Sie macht sich Vorwürfe, dass sie ihren Lebensgefährten nicht nach Kulmbach begleitete, wo er einen Vortrag in der Akademie für Neue Medien hielt. „Kurz davor haben wir das letzte Mal telefoniert“, erzählt sie Bild.de.

Diabetes
Die 41-Jährige vermutet, dass die Diabetes-Erkrankung mit dem Tod ihrer Liebe zusammenhängt. „Ich nehme an, dass er auf dem Rückweg unterzuckert ist. Dann weiß man nichts mehr. Er hat sich wahrscheinlich verirrt!“ Das würde auch die Schilderung eines Taxlers, der Fuchsberger als „betrunken“ beschrieb, erklären.

Am Montag wird Joachim Fuchsberger nach Kulmbach reisen, um die Leiche seines Sohnes zu identifizieren. Cornelia bleibt zu Hause in München. Ihre Mutter kümmert sich um sie. „Ich hatte immer Angst um ihn! Ich bin oft nachts aufgewacht und merkte, wenn er zitterte. Ich weckte ihn, gab ihm Zucker oder Cola, manchmal mussten wir auch spritzen“, sagt sie.

Schicksal
Am 6. Oktober feierte das Paar sein zehnjähriges Jubiläum. „Er hat mir ein Schmuckstück geschenkt. Am Samstag wollte er für eineinhalb Wochen für eine Reisereportage nach Afrika fliegen. Das Schicksal ist so gemein.“


"Ich werde ihn zurückholen"
Frage:
Wie geht es Ihnen?
Joachim Fuchsberger: Wir sind tieftraurig. Er war das Wertvollste, was wir hatten. Die letzte Lebensfreude, die wir in unserem Alter hatten, wurde beendet. Meine Gundel hatte einen Nervenzusammenbruch. Ich muss sehen, wie ich sie über die Runden bringe. Ich muss jetzt stark sein, obwohl ich es gar nicht mehr bin.
Frage: Wie haben Sie von dem Unglück erfahren?
Fuchsberger: Von drei feinfühligen Beamten, die nachts um eins an unser Haus kamen. Einer hat mich gehalten. Sie sind sehr lange geblieben.
Frage: Wissen Sie, was genau passiert ist?
Fuchsberger: Nein! Wir stehen vor einem Rätsel. Er wollte abends ins Hotel, nahm sich ein Taxi. Der Fahrer hat ausgesagt, Thommy sei völlig okay gewesen. Das Hotel hat er aber nie betreten. Taucher haben ihn in einem Seitenarm des Flusses gefunden.
Frage: Wissen Sie, was passiert sein könnte?
Fuchsberger: Nein, das ist ja das Furchtbare. Sollte es jemanden geben, dem ich eine Schuld zuweisen kann, dann gnade ihm Gott.
Frage: Werden Sie zu Ihrem Sohn fahren?
Fuchsberger: Ich soll meinen Sohn identifizieren. Ich will an die Stelle, wo Thommy sein Leben verlor. Ich will wissen, was passiert ist. Und ich werde ihn zurückholen. Das bin ich ihm schuldig. Er war ein sehr guter Sohn. Ein so guter Mensch.

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