Gericht quält Jackos Mutter

Schock

Gericht quält Jackos Mutter

Wie lange kann das Katherine Jackson (81) noch ertragen: Die dritte Woche sitzt sie im Gerichtssaal, hört im Totschlagprozess gegen Conrad Murray (58) jedes grausame Detail über den Tod ihres Sohnes Michael Jackson.

Die Ankläger kennen keine Gnade, zogen nun sogar das Autopsiefoto von Jackson aus der Schublade. Dem Publikum im Saal stockte der Atem, als das Bild per Beamer an die Wand geworfen wurde. Katherine Jackson stieß einen Schrei aus, brach zusammen, ihre Familie war in Tränen aufgelöst.

Zu sehen ist ein abgemagerter Jacko (61 Kilo) auf einem weißen Leichentuch. An seinem Arm hängen Schläuche, ein Loch klafft im Brustkorb. Nur seine ­Genitalien wurden ausgeschwärzt (siehe rechts).

Die Beweislast gegen den Leibarzt wird immer erdrückender. In einem Audioband des ersten Polizeiverhörs beteuert der Kardiologe zwar, dass er Jacko vom Propofol entwöhnen wollte. Deshalb gab er ihm mehrmals Dosen anderer Schlafmittel. Jackson hätte ihn aber angefleht: „Ich muss schlafen!“ Murray gab ihm um 10.50 Uhr am 25. Juni 2009 25 Milligramm Propofol. Als er „nach zwei Minuten“ vom WC zurückkam, hätte er Jackson „regungslos“ vorgefunden.

Kinder flehten Arzt an
Er hätte mit der Wiederbelebung begonnen, wäre so beschäftigt gewesen, dass er nicht einmal die Notrufnummer 911 wählen hätte können. Logs am iPhone und Laptop widerlegen die damals der Polizei aufgetischte Version: Murray telefonierte mit Patienten und Freundinnen, verschickte E- Mails. Fast eine Sunde lang.

Autopsiearzt Christopher Rogers, der Jacksons Tod als „Tötung“ klassifizierte, bestritt Murrays Version, wonach sich Jackson die tödliche Dosis selbst verabreichte. Wenn der Arzt ihn wie behauptet tatsächlich nur zwei Minuten alleine gelassen hätte, wäre es für Jackson „unmöglich“ gewesen, aus der Narkose zu erwachen und zusätzliches Propofol zu schlucken.

Berührend Murrays Erzählungen, als er nach Jacksons Tod die Kinder Prince, Paris und Blanket tröstete. „Sie weinten und weinten“, so der Arzt. Paris flehte, dass sie kein Waisenkind sein wolle. Dann fragte sie ihn direkt: „Sie haben schon viele Patienten gerettet – warum nicht meinen Dad?“

Autor: H. Bauernebel
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