Ex-Freundin über Ehe-Aus

"Ich war Arnies Geliebte"

„Komm nach Amerika, reiß dir den Hintern auf – und heirate eine Kennedy“, so nannte Arnold Schwarzenegger (63) einmal scherzhaft sein Erfolgsrezept. Und was für ein Aufstieg es war: Bodybuilder-Legende, Hollywood-Superstar, Kalifornien-Gouverneur! Doch nun schlitterte er in seine erste, echte Lebenskrise. Der Glanz des unverwundbaren Siegertypen verblasst: Ehefrau Maria Shriver (55) übersiedelte ins Beverly Hilton Hotel, Arnies 25-jährige Ehe ist kaputt.

Arnie – der den Image-GAU realisiert – kämpft zwar verbissen um den Bund, der vier Kinder – Christopher (13), Patrick (17), Christina (20) und Katherine (21) – hervorbrachte und dem gebürtigen Steirer die Korridore der Macht in Amerika öffnete. Er hofiere seine Ehefrau rund um die Uhr, heißt es.

Scheidung?
Doch wenige in L.A. glauben noch an eine Versöhnung. Eher droht ihm eine teure Scheidung. „Wir sprechen von einem Hollywood-Superstar und einem Mitglied der Kennedys“, so L.A.-Familien-Anwalt Robert Brandt: „Es könnte um eine Milliarde Dollar gehen.“

Maria dürfte die Jahre zu viel durchgemacht haben, um ihm zu vergeben, glauben Bekannte. Sie beklagte sich über sein Ego, die Realisation, dass sie letztendlich nur eine Nebenrolle im Drehbuch seines Lebens spielte. „Alles hat sich seinen Zielen unterzuordnen“, sagt Barbara Baker, Arnies Freundin in den Siebzigern, zu ÖSTERREICH: „Sein unbändiges Charisma zieht dich in seinen Bann – doch am Ende bleibst du ausgelaugt zurück...“

Playboy
Am unerträglichsten für Shriver wohl die ständige Untreue. Obwohl handfeste Beweise fehlen, ergibt die Fülle an Affärengerüchten doch ein schlüssiges Bild: Sieben Jahre soll er sich mit TV-Star Gigi Goyette vergnügt haben, so der National Enquirer. 16 Frauen beschwerten sich über derbe Grapschattacken. Skandalbuchautor Ian Halperin attestiert ihm gar eine „Sexsucht“. Auf einer Playboy-Party soll er sich zwei Stunden lang mit einem Model ins Badezimmer verzogen haben.

Und: Er versprach Maria, sich nach dem Abgang als Governator der Familie zu widmen. Stattdessen startete er seine Filmkarriere. Das Fass war voll.

Barbara Baker, Arnie-Ex: "Tief im Herzen fühlt er sich als Single"

ÖSTERREICH: Sie waren sechs Jahre mit Arnie liiert. Was dachten Sie, als Sie von der Trennung von Maria hörten?
Barbara Baker: Eigentlich dachte ich: Es ist erstaunlich, dass sie so lange hielt, die Beziehung...

ÖSTERREICH: Wie bitte?
Baker: Ich kenne Arnold! Ich weiß, wie schwer es ist, mit seinem gewaltigen Ego zusammenzuleben. Dazu weiß jeder, dass sie ihm nicht wirklich als Gouverneur nach Sacramento folgen wollte. Sie führten getrennte Leben. Das ist schwer für jede Beziehung. Das hat vielleicht mit einem schlechten Beigeschmack begonnen – doch dann wuchs die Separation jeden Tag. Mental und emotionell.

ÖSTERREICH: Freunde des Paares erzählen in den Medien, dass er „emotionelle Kontrolle“ über sie ausübte.
Baker: Unsere Beziehung ist zwar lange her, doch ich weiß genau, was gemeint ist. Als ich meine Beziehung mit Arnold begann, war ich der lebenslustigste Mensch der Erde: Ich stand knapp vor meinem College-Abschluss, fühlte mich großartig, war voller Tatendrang. Lebensfreude. Und dann kamen sechs Jahre mit Arnold. Danach fragte ich mich: Wer bin ich eigentlich? Ich habe meine ganze Persönlichkeit diesem Mann hingegeben. Es blieb nicht viel von mir übrig. Natürlich bin ich dafür auch selbst verantwortlich. Aber ich erinnere mich gut an diese unbändige Kraft, sein Charisma. Man möchte ihm ständig gefällig sein. Und am Ende ist fast nichts mehr da von dir selbst...

ÖSTERREICH: Man gerät unter die Räder?

Baker: Irgendwie ja. Natürlich ist er eine wunderbare Person in so vielen Belangen. Er ist so grandios, dass kein Platz mehr bleibt für dich... Du triffst immer seine Freude, gehst zu seinen Lieblingslokalen, du stellst dich immer hundertprozentig hinter seine Projekte. Und so stark Maria wohl war am Beginn und wie viel sie in die Beziehung auch einbrachte: Seine Dominanz hat am Ende offenbar gewonnen. Dabei ist es Dominanz durch die Kraft der Verführung: Du willst ihn durch die schiere Kraft seines herausragenden Charismas unterstützen, du bist so stolz auf ihn die ganze Zeit. Und irgendwann kapierst du: Moment, das ständige „Cheerleading“ wurde zum Lifestyle.

ÖSTERREICH: Sie könnte das Gefühl bekommen haben, dass sie ihn voll unterstützt – doch er sie nur halbherzig?
Baker: Er hat viele ihrer Projekte sicher unterstützt, all ihr Engagement mit den Special Olympics. Auch ihr Erfolg färbt ja positiv auf ihn ab. Doch seine Regel war: Mach alles, was du kannst, doch bitte mich nicht um zu viel meiner Zeit.

ÖSTERREICH: Es muss unendlich härter gewesen sein für sie, die Latten lagen ja gewaltig höher als bei Ihrer Beziehung; sie haben vier Kinder zusammen, waren seit 25 Jahren verheiratet, sie war First Lady von Kalifornien...
Baker: Und dazu ist sie katholisch. Eine Scheidung ist wohl der allerletzte Ausweg. Es gab ja auch immer wieder Fragen über Caroline Kennedys Ehe, sie leben seit Jahren getrennt, doch sind nicht geschieden. Doch Maria hat nicht den Luxus, damit still umgehen zu können: Das Paar steht permanent im Rampenlicht, Paparazzi vor der Haustüre den ganzen Tag. Furchtbar.

ÖSTERREICH: Sie verließ die Familienvilla und zog in ein Hotel – das ist ein recht drastischer Schritt?
Baker: Allerdings. Das muss wohl so ein Moment gewesen sein: Es reicht! Ich muss meinen Kopf freibekommen! Mal alleine sein, reflektieren.

ÖSTERREICH: Laut letzten Berichten soll er jetzt um seine Ehe kämpfen...

Baker: Er hat viel zu verlieren, wir reden hier immerhin von den Kennedys. Vielleicht schießt ihm in den Kopf: Wau! Vielleicht habe ich wirklich Mist gebaut, diesmal. Arnold ist immer sehr bedacht auf sein Image: Alles muss hier perfekt sein. Jetzt lässt er sicher wieder seinen berühmten Charme spielen.

ÖSTERREICH: Hat er eine Chance – charmant, wie er ist in solchen Situationen?
Baker: Es wird sich zeigen, wie weit sie bereits über der Beziehungsklippe war. All diese Gerüchte legen den Schluss nahe: Arnold fühlt sich tief im Herzen weiter wie ein Single, obwohl er natürlich verheiratet ist. Wie lange kann man das tolerieren? Jede Person hat eine Grenze, die unwiderruflich überschritten werden kann. Doch ich erinnere mich: Es war immer ich, die raus wollte aus der Beziehung, mit ihm Schluss machen wollte – doch dann flirtete er, war charmant, richtig süß. Und plötzlich lag ich wieder in seinen Armen.

ÖSTERREICH: Ist das nicht eine doppelte Tortur für Maria?

Baker: Klar, sie könnte am Ende ja das Gefühl bekommen, dass sie was falsch machte. Wir Frauen wollen unsere Männer als Stütze, unsere Ehe als Partnerschaft. Man will sich auf sie verlassen können. Und wenn dieses Vertrauen weg ist, bleibt wenig.

H. Bauernebel

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