Michael: Sein trister Knast-Alltag

Ende einer Pop-Karriere

Michael: Sein trister Knast-Alltag

Es war der Moment, als Sänger George Michael (47) die Tragweite seiner neuen Situation kapierte: Gerade von einem Gericht wegen eines Verkehrsunfalls nach Marihuana-Genuss zu acht Wochen Haft verdonnert 
(ÖSTERREICH berichtete), schloss sich die schwere Stahltür mit hallendem Knall hinter ihm. Der ehemalige Wham!-Sänger befand sich in einer Haltezelle – am Weg zur Anstalt Pentoville in Nord-London.

Mithäftling
„Er brach zusammen“, erzählte ein Mithäftling dem Daily Mirror: „Er vergrub seine Hände im Gesicht, weinte wie ein kleines Kind.“ Immer wieder hätte er gestammelt: „Ich kann nicht glauben, dass mir das wirklich widerfährt ...“

Karger Haftalltag
Tatsächlich wird sich der britische Skandalbarde auf karge Wochen einstellen müssen. Mindestens einen Monat muss er absitzen. Im A-Flügel der berüchtigten Haftanstalt, einst wegen Überfüllung, mangelnder Klos und sogar einer Rattenplage beanstandet, büßt er seine Strafe ab. Ob Michael aus „Sicherheitsgründen“ eine Einzelzelle bekommt, wird erst verlautet. Immerhin ist der triste Ort geschichtsträchtig: Poet Oscar Wilde saß dort 1895 wegen angeblicher „Sodomie“ ein.

Absturz einer Ikone
Schon vor der Haft war Michaels Karriere praktisch kaputt. Höhepunkt des tiefen Falls: In den frühen Morgenstunden des 4. Juli war er mit seinem 95.000 Euro teuren Range Rover in den Laden Snappy Snaps gekracht. Polizisten fanden ihn zusammengesackt über dem Lenkrad, seine Augen aufgerissen. Totales Delirium. Als ihn Beamte in Handschellen abführten, schwitzte er und rang nach Luft. Tests zeigten einen deliriösen Mix aus Marihuana und verschreibungspflichtigen Medikamenten. Zwei Joints wurden sichergestellt.

25 Joints
Zuletzt schaffte er laut Daily Mail 25 Joints pro Tag, dazu mehr Einträge im Strafregister: 1998 wurde er beim Oralsex in einem L.A.-Klo erwischt, im April 2006 im Drogenrausch im Hyde Park in seinem Auto, 2008 schnappten ihn Bobbys mit Drogen in einer Toilette, im Vorjahr donnerte er – wieder reichlich benebelt – von hinten in einen Lkw. Dennoch ist er uneinsichtig. Bisher gab es nicht mal ein „Sorry“.

Autor: H. Bauernebel
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