|
Jackson war pleite und schwer krank Bestseller-Autor Ian
Halperin über die wahre Mächtige im Jackson-Clan, seine seltene
Erbkrankheit und wie pleite Jacko tatsächlich war.
Gesichtsmaske war kein Reklame-Schmäh Michael Jackson
litt an einer seltenen Erbkrankheit, wird in der Skandal-Bio
enthüllt.
Jackson laborierte an einer mysteriösen Krankheit,
Alpha-1-Antitrypsin( A1AT)-Mangel, der Absenz eines Proteins, das die
Lungen schützt. 100. 000 Amerikaner leiden an dem Syndrom. Jackson
erhielt regelmäßig Injektionen mit menschlichem Plasma, die die
schlimmsten Auswirkungen unter Kontrolle hielten.
Doch das Leiden führt zu erhöhter Gefahr für Erkrankungen der
Atemwege, im Extremfall sogar zum Lungenemphysem. Die Erbkrankheit
könnte viele Eigenartigkeiten erklären: Warum saß er mitunter im
Rollstuhl? Warum trug er ständig eine Gesichtsmaske? Einer seiner
Helfer bestätigte: "Manchmal ist es so schlimm, dass er
nicht mehr gehen kann."
"Die Krankheit soll auch dafür verantwortlich sein, dass er
seine Singstimme verlor. Eines schien fix: Bei der London-Tour hätte
er bloß seine Lippen zu den Songs bewegen können. Die Halle wurde
auch deshalb ausgewählt, weil sie über die modernste Technologie
dafür verfügte."
Russe wollte 2, 9 Millionen für ein Konzert zahlen Halperin
dokumentiert auch die enormen Geldprobleme, die Jackson plagte. Und
dass er immer verzweifeltere Angebote sichtete:
"Immer ärger drängten ihn seine Helfer, die an seinem Reichtum
zehrten, endlich einem der lukrativen Deals zuzustimmen, die sich vor
ihm stapelten. Ein russischer Magnat wollte 2, 9 Millionen Dollar
zahlen für ein einstündiges Konzert, in Las Vegas wurden ihm 97
Millionen geboten für eine halbjährige Konzertserie, letztendlich
waren es kolportierte 130 Millionen, die er für die London-Konzerte
bekommen sollte.
Wie konnte er London unterschreiben, trotz seiner körperlichen
Verfassung? "Er hat keine Wahl", sagte ein Berater
unverblümt: "Das Geld ging zur Neige, die Wände des
einstigen Finanzimperiums kollabierten rund um ihn."
Keine Skrupel zeigte Jackson auch, sich von anderen aushalten zu
lassen. Der Scheich von Bahrain gewährte ihm ein ganzes Jahr lang nach
dem Ende des Avino-Prozesses Unterschlupf, zahlte fürs Wohnen,
Entourage, Fahrer und Wachbeamte. Dann zog Jackson einfach ab, "moonwalkte"
bei der Türe raus, flog nach Irland und Japan. Auch so konnte
Michael Jackson sein: Keinen einzigen Anruf des Scheichs hat er
erwidert, seit er Bahrain verließ.
Auf 400 Millionen Dollar explodierten seine Schulden. Doch
gleichzeitig wollte er, dass seine Kinder - Prince Michael (12), Paris
(11) und "Blanket" (8) - für immer ausgesorgt haben: Er
legte eine Kollektion aus 200 unveröffentlichten Songs an, auf die
Gläubiger durch ein ausgeklügeltes Rechtskonstrukt keinen Zugriff
haben. Experten schätzen den Wert auf fast 100 Millionen Dollar -
und das war noch vor seinem Tod."
Sein Kindermädchen übernahm die Macht Inzwischen
gewann die Nanny seiner Kinder, Grace Rwaramba, zunehmend Einfluss
im Stab des Popstars, schreibt der Autor:
"Bald erweiterte sie ihre Aktivitäten weit über das Wohlergehen
der Kinder hinaus. Als einflussreiches Mitglied der radikalen "Nation
of Islam" des umstrittenen Schwarzenführers Louis Farrakhan,
setzte sie fast die Übernahme des Jackson-Stabes durch Mitglieder
der Gruppe durch: Farrakhans Schwiegersohn wurde Top-Manager seiner
Geschäfte, eine düstere Figur, die sich selbst "Dr.
Thome Thome" nennen ließ, wurde zu Jacksons offiziellem
Sprecher. Seine wahre Identität ist schleierhaft: Einmal gab er sich
als Milliardär aus Saudi-Arabien aus, dann als Chirurg oder
Botschafter Senegals. Am ehesten ist er ein einfacher Geschäftsmann
aus dem Libanon mit starker Position in Farrakhans Führungsriege."
"Thome wurde für Jackson der "Mann fürs Grobe".
Seine Macht bekam der Geschäftsmann Darren Julien zu spüren, der zur
Abdeckung ausstehender Jacko-Schulden Andenken des "King of Pop"
versteigern lassen wollte. Offen wurde ihm gedroht: Sein Leben sei
in Gefahr, ließ einer von Thomes Geschäftspartnern durchblicken, er
könne die Leute von der Nation of Islam kaum mehr zurückhalten. Die
Worte "Blutbad" und "Lebensgefahr" fielen. Die
Farrakhan-Leute sollen auch die Miete für die Riesenvilla in Los
Angeles bezahlt haben, in der Jackson die letzte Monate lebte: 100.
000 Dollar pro Monat.
|