Reicher Russe kauft Wien auf Reicher Russe kauft Wien auf

Abramowitsch

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Reicher Russe kauft Wien auf

In Zeiten turbulenter Währungsschwankungen und schlingernden Aktienkurse, suchen selbst Multi-Milliardäre sichere Anlagen. Russen-Oligarch Roman Abramowitsch wurde nun schon zum zweiten Mal in Wiens Nobellagen fündig. In der Nussberggasse, hoch über der Donau und mit unverbaubarem Blick über die Stadt, liegen als Residenz angepriesene Luxus-Appartments. Eigener Weinkeller, Portierservice und Indoor Outdoor-Pool machen die Edel-Domizile mehr als behaglich.

Doch Roman Abramowitsch wird wohl nie selbst die Aussicht geniessen und durch die umliegenden Weinberge flanieren.

Liechtenstein-Stiftung als Immo-Vehikel
Für ihn und seine Liechtensteinische Amoy Establishment-Stiftung geht es vielmehr um das ebenso krisensichere, wie renditenstarke Parken von Vermögen. Auch wenn die angeblichen 9 Millionen Kaufpreis auf den ersten Blick viel erscheinen - vier Appartments mit Luxus-Service und Prestige-Adresse lassen sich allemal an betuchte Genießer vermieten.

Was für Abramowitsch selbst eher abschreckend wirkt - baden mit anderen Bewohnern der Anlage - mag für weniger prominete Mieter, durchaus verkraftbar sein. Denn Nettomieten von weit über 6.000 Euro pro Monat garantieren entsprechende monetäre Abschirmung.

Abramowitsch scheint ein Faible für Wiener Luxusimmobilien zu entwickeln. Das Haus Kohlmarkt 6 auf Wiens nobler Einkaufsmeile hat er über die Amoy Stiftung erworben, und am Attersee wurde ihm der Kauf einer Seeresidenz nachgesagt. Am Tiroler Spa-Hotel Lanserhof hat er ebenfalls Interesse bekundet.

Luxusimmobilien-Spezialist Peter Marschall von Marschall Immobilien schätzt den jüngsten Deal des Oligarchen als Investment ein: „Für den Eigenbedarf wären die neun Millionen für Wiener Verhältnisse eine schöne Größenordnung – im ­Investmentbereich haben Wlaschek, Haselsteiner oder andere Stiftungen schon Größeres bewegt.“

Wohnen wie ein echter Multi-Milliardär
Österreich wagte dennoch einen ersten Blick auf die Luxus-Anlage in der Nussberggasse. Schon die Auffahrt endet an einer betont kühlen Lobby mit Portier. Innen setzt sich das sachliche Design mit viel Glas und Marmor fort - angereichert durch höchste Sicherheitsmaßnahmen und nur mit Codes zu öffnende Türen. Die einzigartige Lage auf einem Plateau garantiert Ruhe ohne störende Nachbarn. Der ehemalige Bockkeller des Vorgängerbaus wurde zu edlen Weinkellnern umgerüstet. Jedes Appartment verfügt über Ziegelgewölbe im Stil Schweizer Golddepots. Die Garage wurde extra geräumig gestaltet, um auch großen Limousinen das Befahren zu erleichtern.

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