Star-Verleger Mucha mit Wut-Posting

Akte Sailer

Star-Verleger Mucha mit Wut-Posting

Christian W. Mucha ist bekannt dafür, sich kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Jetzt äußerte sich der Chef des Mucha-Verlags zu dem jüngsten Skandal um die bereits verstorbene Ski-Legende Toni Sailer.

Im Jahr 1974 soll Sailer im polnischen Zakopane über die Gelegenheitsprostituierte Janina S. hergefallen sein und sie schwer verletzt haben. Sie hat ihm Vergewaltigung vorgeworfen und er wurde kurzzeitig festgenommen. Angeklagt wurde Sailer aber nie, was mit der diplomatischen Einflussnahme der damaligen Regierung auf den Fall zu tun haben könnte.

Neu waren die Anschuldigungen nicht, allerdings brachte ein Recherche-Netzwerk, bestehend aus "Standard", ORF und "Dossier" den Skandal diese Woche wieder an die Öffentlichkeit.

Mucha holt zum Rundumschlag gegen "Standard" & Co. aus

Das Echo zu der Berichterstattung war groß. Zum einen ob der angeblichen Taten von Sailer und zum anderen über die Berichterstattung an sich. „Muss das denn sein?“, fragten sich viele. Einen Mann, der als Nationalheiligtum gilt und sich post mortem nicht mehr wehren kann, so zu verunglimpfen ..., schimpften viele.

Dazu zählt auch Mucha. Er schrieb auf Facebook und auf „extradienst.at“ einen Kommentar zur „Causa Sailer“.

Er zeigt sich empört von den Berichten. Es sei nicht Neues, das stünde sogar auf Wikipedia. Er vermutet bloßes Kalkül dahinter. Punktgenau zum Rennwochenende in Kitzbühel, der Heimat von Sailer, werde damit Quote produziert. Mucha sieht darin gar einen wirtschaftlichen Schaden, der für den Tourismus entstanden sei. „Genau am Beginn der Hahnenkammwoche, sprich dem wichtigsten Wintersportereignis, das Österreich im Jahr zu bieten hat, die beliebteste Sportart, der beliebteste Skiort des Landes, die Winterdestination Österreich und einer unserer bekanntesten und erfolgreichsten Skistars over all times post mortem wurden dadurch gleichermaßen beschädigt“, schreibt er. Die Berichte hätten nichts anderem gedient, als zu diskreditieren und zu beschädigen, so Mucha.

Mucha © Screenshot/Facebook

Mucha teilt ordentlich aus

„Eine Tat, die 44 Jahre her ist. Ein vermeintlicher Täter, der nie verurteilt wurde, der immer seine Unschuld beteuert hat und seit acht Jahren tot ist. Ein Opfer, das nicht mehr lebt. Ein verantwortlicher Bundeskanzler, der tot ist. Ein verantwortlicher Außenminister, der nicht mehr lebt – und die Journalisten-Bande begründet ihre schmutzige Veröffentlichung mit einer zeitgeschichtlichen Aufarbeitung“, wettert Mucha.

Er vermutet dahinter eine gezielte Kampagne gegen den ÖSV und dessen Präsidenten Peter Schröcksnadel. Mucha schießt sich auf die verantwortlichen Journalisten ein und kritisiert ihr Vorgehen aufs Schärfste. „Ich bin fassungslos, welche Typen hierzulande Öffentlichkeit bekommen und mit welcher Munition wir es immer neu schaffen, uns ins eigene Knie zu schießen“, beendet er auf Facebook seinen Rundumschlag.

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