Flick: Milliardärin als Charity-Queen

Herz für Kinder

Flick: Milliardärin als Charity-Queen

Sie ist eine der einflussreichsten und vermögendsten Frauen Österreichs. Und doch lebt sie fast unerkannt: Ingrid Flick (54), Witwe des Industriellen Friedrich Karl Flick, zweifache Mutter (ihre Zwillinge sind 16 Jahre alt), geschätzt mehr als sieben Milliarden Euro schwer, scheut Kameras und das Society-Parkett. Dieser Tage jedoch sah man die Blondine auffallend häufig ins Blitzlicht blinzeln. Nicht jedoch um ihrer selbst willen: Ingrid Flick rührt einmal mehr für ihre Kinder-Charityprojekte die Werbetrommel.

Krebskinder und Waisen
„Es gibt unfassbar viel Leid auf dieser Welt und besonders das Leid von Kindern darf nicht übersehen werden“, so die öffentlichkeitsscheue Milliardärin im Interview (s. Kasten links). Es sei ihr daher ein „dringendes Anliegen“, Kindern und deren Eltern in Notsituationen unter die Arme zu greifen. Deshalb öffnet die Witwe neben ihrem Herzen auch regelmäßig ihr Geldbörserl.

Sie unterstützt das Projekt „Familien-Lotse“ des Ehepaares Paul und Maria Mensdorff-Pouilly. „Ziel ist es, Spenden für Familien mit krebskranken Kindern zu sammeln, um eine langfristige Betreuung im häuslichen Umfeld sicherzustellen“, so Flick. „Da eine Erkrankung die Familie in ihren Grundfesten erschüttert, wird ihnen ein Lotse, ein speziell ausgebildeter Psychologe, zur Seite gestellt, der eine Brücke zwischen dem Spital und dem häuslichen Umfeld schafft.“ Zudem ist Ingrid Flick eine der prominentesten Förderer des SOS-Kinderdorfes, besuchte jüngst die Einrichtung in Stübing bei Graz.

Familientradition
Das soziale Engagement der Flicks hat Tradition und ist für die Familie eine Selbstverständlichkeit: „Wenn Menschen das Glück haben, finanziell gut gestellt zu sein, dann tragen sie gleichzeitig eine große soziale Verantwortung.“ Schon Ingrid Flicks 2006 verstorbener Mann Friedrich Karl war in Charity-Projekte involviert. Und auch die beiden gemeinsamen Kinder Victoria-Katharina und Karl Friedrich haben selbst schon erste eigene Hilfsaktionen auf die Beine gestellt.

Ingrid Flick über ihre Hilfsprojekte

ÖSTERREICH: Seit Jahren engagieren Sie sich für die Kinder-Krebshilfe. Wann und warum ist es zu diesem Engagement gekommen?
Ingrid Flick: Es gibt unfassbar viel Leid auf dieser Welt und besonders das von Kindern darf nicht übersehen werden. Seit jeher ist es mir ein dringendes Anliegen, Kindern in Notsituationen zu helfen. Als Mutter muss ich sagen: Nichts kann schlimmer für Eltern sein als eine schwere Erkrankung ihrer Kinder.

ÖSTERREICH: Wie wichtig ist es Ihnen, Ihr soziales Engagement an Ihre eigenen Zwillinge weiterzugeben?
Flick:
Wenn Menschen – wie auch unsere Familie – das Glück haben, finanziell gut gestellt zu sein, tragen sie gleichzeitig eine große soziale Verantwortung. Mein Mann hat diese mir übertragen und ich gebe sie Schritt für Schritt an die beiden weiter.

ÖSTERREICH: Was macht Sie selbst glücklich?
Flick:
Das Lachen im Gesicht von betroffenen Kindern, aber auch meine Kinder. Darüber hinaus liebe ich die Natur und engagiere mich bei Hege und Pflege unserer Wälder in der Steiermark und der beheimateten Tiere.

A. Hofer, A. Stroh

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