Krebs-Drama um ORF-Star Krebs-Drama um ORF-Star

Jenny Pippal

 

 

Krebs-Drama um ORF-Star

Sie prägte das Gesicht des ORF wie kaum eine andere: 25 Jahre war sie die Programmansagerin des österreichischen Fernsehens, wurde zur TV-Legende und zum absoluten Publikumsliebling der Österreicher: Völlig überraschend verstarb am Dienstag Jenny Pippal (63) nach kurzer Krebserkrankung im Wiener AKH.

Österreich geschockt von der Todesnachricht
Fest steht: Kaum jemand hatte überhaupt von der schweren Darmkrebserkrankung der 63-Jährigen gewusst. Laut ORF-Insidern war ihr die Diagnose erst vor einem Monat überbracht worden, gegen die tödliche Krankheit hatte sie schließlich keine Chance mehr. Erst 2003 war ihr Ehemann und „Seniorenclub“-Moderator Willy Kralik gestorben.

Bis zuletzt stand Pippal dabei aktiv auf der Bühne, erst im Februar lief ihre letzte Sendung „Bilderbuch Österreich“ im ORF 2 über Hohenems. „Im Sommer habe ich sie noch gesehen und sie war so wie immer: immer nett, immer so freundlich und zuvorkommend. Die Nachricht von ihrem Tod hat mich tief geschockt“, erklärt Künstler-Managerin Marika Lichter.

Noch im März 2009 stand der Musical-Darsteller Harald Buresch in dem Stück „Spinnt die Spinne mit Gefühl?“ mit Pippal auf der Bühne. Im Gespräch mit ÖSTERREICH erinnert sich Buresch: „Sie war eine so nette Person, völlig ohne Allüren. Mit ihr geht ein Stück österreichische Herzlichkeit verloren.“ ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz seinerseits sprach von einem der „prägenden Gesichtern des ORF-Fernsehens“. Für viele sei Pippal schon zu einem lieb gewonnenen Familienmitglied geworden.

Chris Lohner über ihre „Pippi“: Kurz im AKH
Auch die langjährige Kollegin und Freundin Pippals, Moderatorin Chris Lohner, zeigte sich im Gespräch mit ÖSTERREICH geschockt: „Sie ist erst vor zwei Wochen ins AKH eingeliefert worden. Noch am 10. Juli haben wir gemeinsam meinen Geburtstag gefeiert. Ihre betagte Mutter war auch dabei.“ Wie teuflisch der Krebs war, schildert auch Pippals Freundin Eva Vaskovich-Fidelsberger: „Es ging alles so schnell. Jenny war noch voller Ideen. Erst vor drei Tagen haben wir miteinander telefoniert.“

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