12. Juli 2010 18:12
ÖSTERREICH: Sie haben Menowin Fröhlich angezeigt. Was genau ist
passiert?
Helmut Werner: Das ganze war am 3. Juli in St. Gallen kurz vor einem
Auftritt von Menowin, etwa um 22 Uhr. Es gab Streit im Hotel und da ist
Menowin plötzlich mit dem Kopf auf mich zugekommen. Der Schlag hatte eine
riesige Wucht. Mir tut heute noch der Hinterkopf weh. Und ich bin weiter in
ärztlicher Behandlung. Dazu kommt der Schock. Es war ja meine erste
Erfahrung mit Gewalt.
ÖSTERREICH: Gab es Anzeichen, dass Menowin gewalttätig werden
könnte?
Werner: Menowin war immer unzuverlässig und undiszipliniert. Aber ich
habe mir gedacht, wir bringen ihm das bei, das wird schon funktionieren. Ich
habe ihn ganz anders kennengelernt. Schuld ist sein derzeitiges Umfeld, sein
Cousin ist das Hauptproblem. Man hat Menowin ja alles mögliche angeboten.
ÖSTERREICH: War Menowin bei diesem Eklat Ihrer Einschätzung nach
nüchtern?
Werner: Er war gesundheitlich angeschlagen. Sein Zustand hat es nicht
zugelassen, dass er klar sieht. Menowin ist eine tickende Zeitbombe.
ÖSTERREICH: Wie geht es jetzt weiter? Lösen Sie den Vertrag mit
ihm auf?
Werner: Ich habe eine Strafanzeige gestellt in Ludwigshafen wegen
schwerer Körperverletzung und Unterschlagung. Leute aus Menowins Umfeld
haben Geld in unserem Namen genommen. Er hat Vorauszahlungen für Auftritte
erhalten, die er nicht ordnungsgemäß einhält. Dazu gab es massive Drohungen.
Man wird sich vor Gericht sehen müssen. Sein Vertrag mit uns läuft am 31.
Juli aus. Ich hoffe, das er bis dahin alle Verpflichtungen einhält. Das ist
auch wichtig für seine Bewährung.
ÖSTERREICH: Wie stehen Sie heute zu Menowin?
Werner: Ich bin vom Menschen Menowin total enttäuscht. Ich habe ihm
Auftritte organisiert, ihn immer in Schutz genommen. Wir waren die einzigen,
die an ihn geglaubt haben. Aber seine Selbstüberschätzung war zu groß. „I Am
the King“ sagt viel aus. Er ist schlimmer als jede Hollywood-Diva.