Tobisch: 90 Jahre Eleganz & Esprit

Grande Dame

Tobisch: 90 Jahre Eleganz & Esprit

Sie ist der Inbegriff der gebildeten, eleganten Wiener Salondame, einer aussterbenden Spezies im lauten, schrillen Google-Zeitalter: Lotte Tobisch, eigentlich Charlotte Tobisch von Labotýn.

Stammbaum
Die charmante Grande Dame der Wiener Gesellschaft, die am Ostermontag ihren 90. Geburtstag feiert, entstammt einer alten adeligen Familie, deren Stammbaum sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen lässt.

Sie erhielt ihre Ausbildung an den besten Schulen, dem Schloss Marquartstein in Oberbayern und dem Wiener Sacré Coeur. Während ihre Familie zu Kriegsende nach Bayern floh, blieb sie allein in Wien, um beim berühmten Burgschauspieler Raoul Aslan eine Schauspielausbildung zu machen.

Theater-Lady
Mit 19 Jahren debütierte sie am Burgtheater, das nach dem Krieg im Ronacher spielte, und lernte den um 37 Jahre älteren, verheirateten Burgtheaterdramaturgen Er­hard Buschbeck kennen, mit dem sie, wie sie selbst sagt, „eine skandalträchtige Beziehung“ einging.

In den 1960er-Jahren war sie mit dem marxistischen Philosophen Theodor W. Adorno befreundet; ihr Briefwechsel wurde 2003 in Buchform veröffentlicht.

Opernball-Mutter
Der breiten Öffentlichkeit ist Lotte Tobisch als Organisatorin des Wiener Opernballs bekannt, dessen Geschicke sie von 1980 bis 1996 lenkte. Sie ist Ehrenprä­sidentin der Österreichischen Alzheimer-Gesellschaft und Schirmherrin des Vereins „Kunst auf Rädern“, der Menschen in Alters- und Pflegeheimen kulturell betreut. Besonders engagiert sie sich für das Hilde-Wagener-Künstlerheim in Baden, dessen Präsidentin sie ist.

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