Tot! Drama um TV-Star Pogats Tot! Drama um TV-Star Pogats

Im Alter von 43

© Karl Schöndorfer

 

Tot! Drama um TV-Star Pogats

Abschluss-Szene im Wolf Haas-Thriller Der Knochenmann: Josef Hader als Kommissar Brenner will den Fall endgültig lösen. Beinahe wird er abgelenkt, im Wirtshaus tobt ein wilder Maskenball. Der Sänger auf der Bühne reißt alle mit. Er tanzt, singt, unterhält mit viel Energie. Der Sänger ist Christian Pogats (43). Immer, wenn TV-Kameras an sind, blüht der Burgenländer („Schlosshotel Orth“, „Tatort“) auf.

Um 9 Uhr ereilt die Polizei der Anruf eines Bekannten
Seit Freitagvormittag stehen Familie und Umfeld von Pogats unter Schock. Der 43-Jährige wird in seiner Eisenstädter Wohnung tot aufgefunden. Die Polizei schließt Fremdverschulden sofort aus.

Das Protokoll: Es ist kurz nach 9 Uhr, als bei der Polizeidienststelle Neusiedler Straße 84 das Telefon läutet. Am Apparat ist ein aufgeregter Mann. Er sagt: „Ich bitte Sie, schauen Sie bei Christian Pogats nach.“

Die Polizisten wissen sofort, wer gemeint ist. Pogats ist eingefleischter Burgenländer und bekennender Patriot. Jeder hier kennt ihn – sei es von seiner Rolle in „Schlosshotel Orth“ oder von Auftritten seiner Musikband „Humphrey und die Funkberater“.

Sofort rast eine Polizeistreife zu seiner Heimatadresse in die Bahnstraße. Pogats lebt in einer großen Wohnung im ersten Stock des unscheinbaren Eckhauses – im Erdgeschoss ist das Elektrogeschäft seiner Eltern untergebracht. Die Beamten betreten die Wohnung. „Die Tür war nicht versperrt, die Polizisten konnten ohne Probleme in die Wohnung“, sagt Ulrike Weiß, Polizeidirektion von Eisenstadt.

Als sie Pogats finden, ist der Schauspieler tot. Die Tatortarbeit ist schnell abgeschlossen – um 14 Uhr kommt der Leichenwagen. „Wir schließen Fremdverschulden aus, die Obduktion wird die genaue Todesursache klären“, sagt Weiß zu ÖSTERREICH. Aus Gründen der Pietät will sie keine weiteren Fragen beantworten, nur soviel: „Möglicherweise war es Selbstmord“. Laut Bekanntenkreis soll Pogats unter Depressionen gelitten haben – warum, ist vielen unklar.

Bestürzung in heimischer TV- und Filmwelt ist groß
Die Trauer in der TV- und Filmwelt ist enorm. Rasch macht eine SMS von einem seiner besten Freunde die Runde: „Liebe Freunde, leider eine traurige Mitteilung. Humphrey ist nicht mehr unter uns“. „Humphrey“ war Christians Spitzname – wegen der Namensähnlichkeit zu Humphrey Bogart wurde er von allen so genannt.

Filmkollegen und Bekante reagieren auf sein Ableben bestürzt. Herbert Unterberger von der Filmfirma SATEL: „Er war verrückt wie eine Ziege, aber mit einem Herz eines Löwen“. Schauspiel-Kollege Wolfgang Böck („Trautmann“) spielte mit ihm im Jahr 2006: „Ich habe ihn als aufgeweckten Mann kennengelernt. Sein Tod stimmt mich sehr traurig.“

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